25 Jahre THEATER IM PALAIS

Grußwort der Vorsitzenden des Fördervereins

THEATER IM PALAIS

EnsembleDas THEATER IM PALAIS wurde nach dem Fall der Berliner Mauer als musikalisch-literarisches Kammertheater und Berliner Salon gegründet und besteht seit 25 Jahren im historischen Palais am Festungsgraben – Unter den Linden. Es steht sowohl für klassische als auch zeitgenössische Stoffe im Kontext der Gegenwart. Unser Junges Ensemble bereichert seit 10 Jahren den Spielplan des Hauses. Anspruchsvolles Schauspiel, BERLINER GESCHICHTEN, Themenführungen durch die historische Mitte, Buchpremieren und individuelle Events prägen den Ruf des THEATER IM PALAIS als einzigartigen Erlebnisort in Berlin.

Affäre Spittelmarkt

Eine Komödie nach Eugène Labiche
Regie Philippe Besson

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25 Jahre THEATER IM PALAIS. In der Fassung des Hauses wird Labiches Komödie mit dem berühmten Berliner Humor gewürzt und so zu einer delikaten Affäre zwischen Spittelmarkt, Alexanderplatz und Charlottenstraße. Seit mehr als hundert Jahren gilt Eugène Labiche als Erfolgsautor, dessen Lustspiele Generationen begeistern. Ganz im Stile des Salontheaters wird die Jubiläumsinszenierung so zu einem berlinisch-heiteren Abend.

Regie führt Philippe Besson. Es spielen Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke, Carl Martin Spengler und als Gast Matthias Hörnke. Kompositionen und am Klavier Ute Falkenau. Für die Ausstattung zeichnet Hartmut Henning verantwortlich.

FRAU AM KLAVIER

von und mit Ute Falkenau

Ute Falkenau - Frau am Klavier

Ein Abend mit der musikalischen Leiterin und Pianistin Ute Falkenau. Karten bestellen

Ute Falkenau ist die musikalische Leiterin und Pianistin des THEATER IM PALAIS. Ihre Kompositionen und musikalischen Begleitungen prägen die Inszenierungen des Hauses, in denen die Theatertradition der Verbindung von Schauspiel und Musik fortgeführt und weiterentwickelt wird. Durch das Programm führt die langjährige Wegbegleiterin und Regisseurin Barbara Abend. Lauschen Sie dem Klang unseres Salontheaters und erfahren Sie Wissenswertes und Unterhaltsames über die musikalisch-künstlerische Arbeit Ute Falkenaus.

Moderation Barbara Abend

 

AM ANFANG WAR DIE MAUS

Die Jubiläumsrevue

IMG_4409Die Jubiläumsrevue: 25 Jahre große Inszenierungen auf kleiner Bühne im historischen und kulturellen Herzen Berlins. Und auch die musikalische Geschichte muss erzählt werden: Alles begann mit Berliner Liedern auf einem Gartenfest... Feiern Sie mit uns!

Buch und Regie: Barbara Abend
Mit Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke,
Carl Martin Spengler und Ute Falkenau (p)

Carl Martin Spengler

Carl-Martin-Spengler-Kaestner-Das-Glueck-ist-keine-DauerwurstAuch nach 25 Jahren zieht Carl Martin Spengler an über 130 Abenden pro Jahr das Publikum des THEATER IM PALAIS mit seiner brillanten Wandlungsfähigkeit und restlosen Hingabe an das Spiel in seinen Bann.

Als Mitbegründer des Hauses und festes Ensemblemitglied trägt er seit 25 Jahren kontinuierlich und in hohem Maße zur künstlerischen Entwicklung und zum Erfolg des Theaters bei. In Leipzig geboren, studierte er an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ und erhielt wenig später ein Engagement am Theater im Palast in Berlin. 1987 spielte er die Titelrolle in „Wengler & Söhne“, einer deutschen Familiensaga von DEFA-Regisseur Rainer Simon.

Kurz vor einer Vorstellung ist Carl Martin Spengler nur noch in jenen Figuren wiederzufinden, denen er seine Stimme, Sensibilität und Lebenserfahrung zur Verfügung stellt und die er behutsam und mit liebevollem Ernst durch ein Stück gemeinsamer Geschichte führt. Sei es als pedantischer Lehrer in Manfred Karges „Killerfische“ oder als Gespenst der Hohenzollern in Barbara Abends Feature „Das Schloss – Ein Gespenst packt aus“. Carl Martin Spengler gelingt es immer wieder, die Charaktere in ihren psychologischen Abhängigkeiten und persönlichen Verstrickungen mit der Außenwelt aufzuzeigen. Mit perfekten Antennen für zwischenmenschliche Prozesse ausgestattet, deckt er auf ohne bloßzustellen und macht verständlich ohne zu verurteilen. Carl Martin Spengler als Jäger und Gejagter, als Getriebener, der zugleich sein eigener Antrieb und Antreiber ist, immer auf der Spur neuer Herausforderungen und fremder Schicksale. Auf der Suche nach mehr als einem Leben, einer Bestimmung, einer Leidenschaft, nach mehr als dem Offenkundigen, Oberflächlichen und mühelos Erreichbaren. Und letztendlich nach nicht mehr und nicht weniger als sich selbst.

Gabriele Streichhahn

Autogrammkarte_Gabriele Streichhahn_2_10x15Seit 16 Jahren Intendantin des Theaters, seit 25 Jahren Schauspielerin im hauseigenen Ensemble, stets kämpferisch, faszinierend, herausfordernd und glamourös: Gabriele Streichhahn meistert in ihrer täglichen Doppelrolle den Spagat zwischen zwei Welten, die jede für sich schon ein ganzes Reservoir an Kraft und Idealismus abverlangt.

Wie keine zweite prägt sie das THEATER IM PALAIS seit seinem Gründungstag, als sie mit Willy Russels Einpersonenstück „Shirley Valentine oder Die heilige Johanna der Einbauküche“ zu einer nunmehr 25-jährigen Erfolgsgeschichte anhob.

Nach ihrem Studium an der Leipziger Theaterhochschule sowie im Studio des Nationaltheaters Weimar war die gebürtige Berlinerin zunächst am Erfurter Theater, anschließend am Theater im Palast in Berlin tätig. 1991 war sie Gründungsmitglied des THEATER IM PALAIS.

Ob als Shirley Valentine, Effi Briest oder Elisabeth von England, Gabriele Streichhahn zeichnet Figuren, deren Heldentum greif- und begreifbar und deren Menschlichkeit ebenso schlicht wie großartig dargestellt ist. Zeigt sich mal resolut, mal zerbrechlich, unschuldig oder verführerisch. Bis in den letzten Winkel ihrer Beweggründe und an den äußersten Rand ihres Handelns erforscht sie die zu spielenden Charaktere.

Wie auf der Bühne jongliert sie auch im Alltag mit mehreren Rollen. Scheinbar leichtfüßig manövriert sie ihr Theater durch die Alltagssorgen, denen ein kleines Privattheater inmitten der Berliner Kulturlandschaft ausgesetzt ist, um nur wenige Stunden später auf der Bühne zu erscheinen. Ein täglicher Balanceakt zwischen zwei Welten, zwei Wegen, zwei Wirklichkeiten. Für ihr Team und ihr Publikum, aus Liebe zum Theater und zum Leben.

Jens-Uwe Bogadtke

Jens-Uwe BogadtkeNach seinem Schauspielstudium an der Hochschule „Ernst Busch“ gastierte Jens-Uwe Bogadtke neben seinem Festengagement am Theater im Palast an mehreren Berliner Bühnen, darunter das Berliner Ensemble, die Volksbühne sowie das Deutsche Theater. Zudem erhielt er die Hauptrolle im DEFA-Klassiker „Der Bärenhäuter“ und wirkte u.a. in den Mehrteilern „Martin Luther“, „Märkische Chronik“ und „Der letzte Zeuge“ mit.

Als Mitbegründer und bis 2001 festes Ensemblemitglied des THEATER IM PALAIS, spielt Jens-Uwe Bogadtke bis heute in zahlreichen Inszenierungen mit und gestaltet u.a. zusammen mit Gabriele Streichhahn und Carl Martin Spengler die äußerst beliebten literarisch-musikalischen Programme des Hauses. Er führt als Molières eingebildeter Kranker aus Angst vor Überanstrengung Buch über die Anzahl seiner täglichen Schritte oder verliert sich in einem Geflecht aus Lügen als Pierre in Eric-Emmanuel Schmitts berühmten Zweipersonenstück „Kleine Eheverbrechen“. Bogadtkes Spiel versetzt uns mal ins Gefängnis unserer Urängste, mal auf das endlose Spielfeld menschlicher Triebe und Sehnsüchte. Intensiv und von packender Authentizität.

Ute Falkenau

Ute Falkenau1999 übernahm Ute Falkenau die musikalische Leitung am THEATER IM PALAIS und gestaltet seitdem mit viel Kreativität, Präzision und buchstäblichem Fingerspitzengefühl jene literarisch-musikalische Symbiose mit, die eine der Besonderheiten des Hauses darstellt. Denn ohne Musik geht hier gar nichts, sodass Ute Falkenau jede Vorstellung als ein stets präsenter und schlichtweg unverzichtbarer Eckpfeiler mitträgt. Als Absolventin der Hochschule für Musik - Hanns Eisler in Klavier und Komposition übernahm sie 1989 die musikalische Leitung am Maxim-Gorki-Theater, komponierte Werke zu rund 30 Inszenierungen und studierte gleichzeitig Dirigieren. Ferner unterrichtete sie als Gastdozentin für Schauspielmusik an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit am THEATER IM PALAIS betrachtet sie Musik keineswegs als ein ausschließlich stützendes, sondern vielmehr als ein weiteres tragendes Element der Inszenierung. Anstatt das Bühnengeschehen lediglich zu begleiten oder zu illustrieren, greifen die von ihr ausgewählten oder eigens komponierten Stücke in die Handlung ein, retardieren oder beschleunigen sie, lösen sie aus oder fangen sie, einem Becken gleich, wieder auf.

Ute Falkenau ist in der Tat eine Miterzählerin. In der Reihe der BERLINER GESCHICHTEN verbindet sie zudem Literatur mit Klavierliteratur und lässt u.a. Prokofiev auf Kästner, Mussorgsky auf Hauptmann oder Eisler auf Bobrowski treffen.

Von altbekannten Berliner Liedern über anspruchsvolle Klavierwerke bis hin zu ungewöhnlichen Klangteppichen, Ute Falkenaus Interpretationen überzeugen durch Ausdruckskraft, Temperament und Liebe zum Detail. Sie gibt der Musik stets jenen Stellenwert, der sie dem gesprochenen Wort ebenbürtig macht.