Porträt der Schauspielerin Cornelia Schmaus

Die Marquise von George Sand

George Sand

war eine der herausragenden Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts in Frankreich, die sich durch ihren Lebensstil und in ihren Werken zeitlebens für die Emanzipation der Frau einsetzte.
In der Erzählung Die Marquise lässt sie eine Person des 19. Jahrhunderts eine Adlige aus dem 18. Jahrhundert befragen und dringt dabei zum intimsten Geheimnis der Marquise vor. Und das hat zu tun mit der immer heimlichen Anhimmelung und rasender Verliebtheit in einen Schauspieler, der natürlich absolut indiskutabel für sie und ihren Stand war.
Dass man dabei auch erinnert werden kann an heutige Teenies und Groupies, macht einen zusätzlichen Reiz aus in dieser von Stolz und Vorurteil bestimmten Geschichte. Dabei bleibt bei aller Dramatik eine Komik und Ironie nicht außen vor.

Cornelia Schmaus,

die vor noch nicht so weit zurückliegender Zeit hier am Theater im Palais ihre Fassung des Romans von Marlen Haushofer Die Wand eindrücklich spielte, lebte und studierte in Berlin an der heutigen Schauspielschule "Ernst Busch", war dann viele Jahre am Schauspiel in Karl-Marx-Stadt engagiert, später am Staatsschauspiel Dresden, dann an der Berliner Volksbühne und in Frankfurt/Main.
Sie arbeitete mit Regisseuren wie Wolfgang Engel, Andreas Kriegenburg und Frank Castorf zusammen.
Sie spielte die Titelrolle in Kleists Penthesilea, war Brunhild in den Nibelungen, die Titelfigur in Hedda Gabler, die Margeritha in Meister und Margerita und gehört zu den wenigen Frauen, die den Hamlet gespielt haben.
Cornelia Schmaus war nominiert für den Deutschen Filmpreis und ist zweifache Grimmepreisträgerin.

Christine Schmidt-Schaller,

Schauspielerin und Regisseurin, war nach dem Schauspielstudium von 1965 bis 1969 an der Theaterhochschule "Hans Otto" Leipzig zunächst an den Städtischen Bühnen Karl-Marx-Stadt und dann an den Bühnen der Stadt Magdeburg engagiert. Zu ihrem Repertoire gehörten die Titelrollen in Hedda Gabler und Minna von Barnhelm.
Von 1981 bis 1985 absolvierte sie ein Studium am Institut für Schauspielregie der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin. In den Folgejahren führte sie Regie bei mehreren Fernsehproduktionen des DFF und des MDR.
Von 1993 bis 2006 war Christine Schmidt-Schaller Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam. Nach ihrem dortigen Ausscheiden arbeitet sie wieder ausschließlich als Schauspielerin. Sie gründete das Schauspielerensemble Compagnia die Prosa, mit dem sie szenische Lesungen abhält.

Vorstellung

Erzählung "Die Marquise"

von George Sand

Lesung mit Cornelia Schmaus und
Christine Schmidt-Schaller