ICH GLAUBE
Ein Wassili-Schukschin-Abend

Der Pope in der Erzählung "Ich glaube", ein kräftiger 60er, mit langer Mähne, gewaltigen Armen; so einer schwenkt nicht das Weihrauchfass, so einer macht sich vor Alimenten aus dem Staub; erklärt dem seelenkranken Maxim: "Es gibt einen Gott. Und der heißt LEBEN. Er bietet uns Gutes und Böses, beides zusammen. Und das eigentlich ist das Paradies. Wie kommen wir bloß darauf, dass das Gute das Böse besiegen muss. Willst du einen Sprit ...?"

Schukschins Helden sind Bauern, Handwerker, Fahrer, Arbeiter, einfache Menschen, die in ihrem Streben nach Selbstverwirklichung, gegen Kränkung, gegen Geringschätzung ihrer eigenen Person aufbegehren. Es sind ruhelos Suchende, Menschen im Aufbruch, die mehr vom Leben wollen, als nur dahinzuleben. 

Die Figuren des Wassili Schukschin sind auf der Suche - auf der Suche nach dem kleinen Glück - für sich, aber auch für die Menschen in ihrer Nähe. Es sind kleine Erzählungen von großer Menschlichkeit.

 

Michael Kind,

geboren 1953 in Halle | nach der Lehre als Elektromonteur Besuch der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin |  danach zwei Jahre am Staatstheater Schwerin unter Christoph Schroth | von 1984 bis 1988 festes Mitglied des Berliner Ensembles | seit 1989 freischaffend an verschiedenen Theatern, u.a. Berliner Ensemble, Deutsches Theater, Freie Volksbühne Berlin, TAT Frankfurt/Main, Admiralspalast, Landestheater Halle | Seit den 90er Jahren vor allem für Fernsehen und Kino tätig  | Filmauswahl: Polizeiruf 110 (Kommissar Rabe) / Das Böse / Küstenwache (Oberkommissar Gruber) / Sushi in Suhl / Staub auf unseren Herzen
 

Vorstellung

z. Z. keine Termine verfügbar

Gastspiel | Lesung und Gespräch

ICH GLAUBE 
Ein Wassili-Schukschin-Abend
mit Michael Kind