Just Projekte und Termnine  
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    S P I E L Z E I T 2009/2010
 
   

Der "JUST" Jugendclub bereitet zwei neue Premieren vor.

Robert Musil - "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" in der Bühnenfassung von Thomas Birkmeir (P:10.5.)

Der Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" war Robert Musils erster Roman. Er wurde im Jahre 1906 veröffentlicht. Der Roman besitzt eindeutig autobiographische Züge.
Die Geschichte des Romans spielt in einer Kadettenanstalt. Törleß ist ein junger, auszubildender Schüler von tiefsinniger, denkerischer Natur. Er kann mit dem Konvikt, in dem er sich befindet, nichts anfangen. Törleß möchte die Seele der Dinge verstehen und nicht das schulische Wissen. Mit Törleß gibt es noch andere Schüler, die im Roman eine wichtige Rolle spielen: Beineberg, Reiting und schließlich Basini.
Es geht in dieser Figurenkonstellation um Macht, Qual, Nötigung, Folter und Misshandlungen. Seelisch und körperlich.
Fitim Qenaj, der seit drei Jahren im Jugendclub "JUST" dabei ist, spielt die Rolle des Basini.
Und: Ilker Meric als Törleß, Christian Hartmann, Max Stang, Christina Rank, Julia Fritzsche


Heinrich von Kleist - "Die Hermannsschlacht" (P: 17.5.)

Das Stück "Die Hermannsschlacht" von Heinrich von Kleist erzählt von der Schlacht der Germanen gegen die Römer im Teutoburger Wald 9 Jahre nach Christi Geburt.
Der Cheruskerfürst Hermann ist in einer Notlage: Er wird von dem römischen Feldherr Varus bedroht und gleichzeitig von dem Suevenfürsten Marbod bedrängt, Tribut zu zahlen. Während Varus anbietet Hermann gegen die Sueven zu helfen, mit denen er aber insgeheim einen Vertrag hat, wollen die restlichen germanischen Fürsten den Kampf gegen die Römer, der aufgrund von militärischer Unterlegenheit nicht möglich ist.
Ein römischer Legat namens Ventidius macht Hermanns Frau Thusnelda den Hof und schneidet heimlich eine Locke aus ihrem Haar. Nach einem Angebot seinerseits, das Hermann nicht ablehnen kann, willigt er diesem ein, versucht aber Marbod gleichzeitig zu einem Zug gegen Varus zu überreden. Durch das Verhalten der einmarschierten Römer, steigt der Zorn der Cherusker gegenüber diesen an. Varus wird bei einem Treffen von Hermann getäuscht. Marbod entscheidet sich unterdessen für die Seite Hermanns. Die Römer werden im Teutoburger Wald von jeglichen germanischen Verbündeten verlassen und angegriffen. Varus wird getötet und die Legionen werden besiegt. Daraufhin wird Hermann zum König gewählt.
Kleist schrieb das Drama "Die Hermannsschlacht" nach einem Sieg der Spanier gegen die Franzosen 1807 und beeinflusst von den ersten österreichischen Befreiungskriegen. Er verknüpfte die historischen Charaktere und Konflikte mit denen, die zu seiner Zeit stattfanden. Bei seiner Hauptfigur Hermann nahm er sich den Fürsten Arminius als Vorbild.
Mit: Johann Hofmann als Hermann, Viktoria Jank als Varus, Marius Ahrendt als Ventidius, Mariella Santibanez als Thusnelda
Rosa-Maria Feldmann, Alexander Düring, Judith Wegner, Julia Toaspern, Sophie Zellmann, Alina Drescher, Boris Lerner, Lisa Peiker
 
   
 
    Diesterweg Gymnasium

Max-von-Laue Realschule - Premiere am:  5. MAI 2010 um 19.30 Uhr
"Ein Sommernachtstraum" / William Shakespeare

Für die Inszenierung von Friedrich Schillers "Wilhelm Tell" an der Max-von-Laue Realschule belegte das Team um Stefan Kleinert beim Theaterfestival in der Kunstfabrik Köpenick Platz 3!
 
   
 
    WELTRELIGIONEN:
Lessing "NATHAN DER WEISE"
Franz Kafka "DER ROMAN BIN ICH, MEINE GESCHICHTEN BIN ICH"

zwei Stücke, zwei Weltliteraten zum Thema Humanität, Toleranz, Akzeptanz, Aufklärung, Tugend, Freiheit, Existenz, Scheitern. Begriffe von gestern? Und heute!
Wie reflektieren und beleuchten junge Menschen diese Begriffe im  HIER und HEUTE!?
Eine Spurensuche! Ein Prozess! Eine Auseinandersetzung! Komisch und tragisch!
 
   
 
   

Gotthold Ephraim Lessing - „Nathan der Weise“

Das Stück handelt von einem Juden, der seinen persönlichen Holocaust erlebt. Nathans sieben Söhne sterben, verbrennen in einem Pogrom. Dennoch: Dieser Nathan übt keine Vergeltung, keine Rache. Auf seinen Schmerz folgt kein Hass, sondern die Vernunft kehrt wieder. Und über die Vernunft das Vergeben. Das ist die Botschaft, die dieses helle Stück in dunklen Zeiten vermitteln kann. Ich denke, das muss man heute predigen, damit es alle Ohren hören.

Vorstellung am: 19.4.2010 / 19.00 Uhr
Eintritt: 10 € / für Schüler und Studenten 3 €

 
   
 
   

Franz Kafka - „Der Roman bin ich, meine Geschichten bin ich“

Kafka führte ein Junggesellen-Leben, das arm war an äußeren Ereignissen. Umso reicher, abgründiger, bizarrer, neurotischer war Kafkas innere Biografie - ein Leben, das in seinen Texten aufging. „Der Roman bin ich, meine Geschichten sind ich“, schrieb Kafka in einem Brief an seine „ewige Braut“ Felice Bauer.

Vorstellung am: 7.3.10 und 25.4.10 / 11.00 Uhr
Eintritt: 10€/3€

 
   
 
   

TUSCH Partnerschaft zwischen Berliner Schulen und Berliner Bühnen

Das Theater im Palais arbeitet mit Schülerinnen und Schülern der Katholischen Schule Salvator zusammen. Im März 2010 wird es eine neue Produktion geben - nach der erfolgreichen ersten Arbeit von Lessings "Die Juden" und Grillparzers "Die Jüdin von Toledo".

Das neue Projekt "AMOK" wird am 22.3.2010 um 12.30 Uhr im Rahmen des TUSCH-Theaterfestivals zu sehen sein.  Veranstaltungsort: Podewil
"AMOK" beschäftigt sich mit Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen und aus ihrer Sicht heraus keinen Platz mehr finden in der Gesellschaft.

Außerdem am 29.3.2010 um 18.00 Uhr im Theater im Palais.

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    Lion Feuchtwanger - "Die Geschwister Oppermann"
Im Rahmen unseres "Jud Süß" und Lion Feuchtwanger Programms haben wir eine szenische Lesung des weltberühmten Familienromans im Repertoire. Die Geschichte der Oppermanns, deren Heimat ihnen entgleitet. Sie müssen ihre Häuser und ihre Freunde verlassen, denn sie sind jüdischer Abstammung.
Der Schauspieler und Theaterpädagoge Stefan Kleinert hat diesen Stoff bearbeitet und zeigt ihn im Rahmen unserer theaterpädagogischen Arbeit am Haus.
Mit: Stefan Kleinert und Charly Knak
Eintritt: 10 € / für Schüler und Studenten 3 €

Außerdem: szenische Lesung über die Entnazifizierungsakte des Schauspielers Werner Krauss, der im Propagandafilm "Jud Süß" von Veit Harlan mehrere Rollen spielte.
Mit: Stefan Kleinert und Charly Knak



Lesung zu den Weltreligionen: G.E.Lessing - "Die Juden"
Der Schauspieler und Theaterpädagoge Stefan Kleinert liest G.E.Lessings "Die Juden". Lessing thematisiert darin, ähnlich wie im Nathan, religiöse Toleranz und Humanität.
Kleinert inszenierte das Lustspiel auch erfolgreich im Rahmen der diesjährigen TUSCH-Festwoche (Theater und Schule).
Lessing selbst schreibt über sein Werk:
Es war das Resultat einer sehr ernsthaften Betrachtung über die schimpfliche Unterdrückung, in welcher ein Volk seufzen muss, das ein Christ, sollte ich meinen, nicht ohne eine Art von Ehrerbietung betrachten kann......
Ich bekam also gar bald den Einfall, zu versuchen, was es für eine Wirkung auf der Bühne haben werde, wenn man dem Volke die Tugend da zeigte, wo es sie ganz und gar nicht vermutet.
AUF ANFRAGE

Lesung zu: 2000 Jahre nach der Varusschlacht
"Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder!", soll Kaiser Augustus gerufen haben, als die Römer im September 9 n. Chr. eine vernichtende Niederlage gegen den ehemaligen römischen Offizier Arminius erlitten hatten. Aber wie war es möglich, dass die Germanen die so hervorragend ausgerüsteten und zahlenmäßig überlegenen Römer besiegten?
Die Varusschlacht beeinflusste ganz entscheidend den Lauf der Geschichte Roms und der germanischen Gebiete.
Der Schauspieler und Theaterpädagoge Stefan Kleinert liest über historische Hintergründe, neue Erkenntnisse und den Ablauf der Varusschlacht.


Eine szenische Lesung mit Stefan Kleinert - "Ach" - Heinrich von Kleist

Heinrich von Kleist, Soldat, Student, Dramatiker, Erzähler und Essayist. In solch kurzen Stichworten lassen sich Biografie und Werk eines Autors natürlich nicht zusammenfassen. Wer war der Mensch, der uns, den Nachgeborenen, ein Werk aus Texten überlassen hat, von dem wir uns angezogen oder abgestoßen fühlen können, das uns zur Auseinandersetzung anregt oder einfach nur langweilt. Die Texte selbst sind meist der beste Weg zu einer Antwort. Ein Text wandelt sich. Je nach Situation und Lebensalter versteht man ihn häufig anders, Schichten offenbaren sich, verwischen wieder, die man vor Jahren noch nicht erkannte und die auf einmal offensichtlich werden.

Wir wissen nicht, was ein Autor wirklich meinte, der zu einer Zeit lebte, die uns nicht mehr nachvollziehbar ist. Aber wir können es ahnen, wenn wir Lust haben Zusammenhänge herzustellen. Bedeutete das Sitzen zwischen allen Stühlen vor 200 Jahren dasselbe wie heute? Wie kann ein alter Text uns dabei helfen, uns selbst womöglich besser zu verstehen? Von den Fragen zu den Texten und zurück. Wer anfängt zu lesen, wird diesen Weg des Erkenntniszugewinns gut kennen.

Wer keine Lust zu lesen hat, der kann wenigstens zuhören. Und dazu möchten wir vor allem junge Leute einladen. Unser Theaterpädagoge und Schauspieler Stefan Kleinert hat verschiedene Texte Heinrich von Kleists montiert und wird sie im Rahmen einer szenischen Lesung vortragen. Was verbindet uns heute mit dem Dorfrichter aus dem „Zerbrochenen Krug“ oder mit Amphitryon, dem antiken Helden, der nach seiner Rückkehr aus dem Krieg damit konfrontiert wird, dass kein Geringerer als Gott Jupiter an seiner Statt um die Liebe seiner Frau Alkmene buhlt.
Was bedeutet uns seine Erzählung "Michael Kohlhaas" heute?

Heinrich von Kleist hat wie kein anderer in seinem Werk um eine wahrhaftige Sprache gerungen. Die Suche nach dem Sinn seiner selbst in einer Welt, die ihm nur bedingt verständlich war, durchzieht als Thema alle seine Texte.

Die Produktion ist mobil und kann sowohl im Theater als auch in Schulen gezeigt werden.

Termin nach Vereinbarung.

 
   
 
 
  Konzept des Jugentheaters Theaterpädagogik im Theater im Palais
 

| Stefan Kleinert | E-Mail | Tel.: 01520 298 25 34 |

 

 

 

         
 


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| Stefan Kleinert | E-Mail | Tel.: 01520 298 25 34 |