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Der "JUST" Jugendclub
bereitet zwei neue Premieren vor.
Robert Musil - "Die
Verwirrungen des Zöglings Törleß" in der
Bühnenfassung von Thomas Birkmeir (P:10.5.)
Der Roman "Die Verwirrungen
des Zöglings Törleß" war Robert Musils erster Roman. Er
wurde im Jahre 1906 veröffentlicht. Der Roman besitzt eindeutig
autobiographische Züge.
Die Geschichte des Romans spielt in einer Kadettenanstalt.
Törleß ist ein junger, auszubildender Schüler von
tiefsinniger, denkerischer Natur. Er kann mit dem Konvikt, in dem er
sich befindet, nichts anfangen. Törleß möchte die Seele
der Dinge verstehen und nicht das schulische Wissen. Mit
Törleß gibt es noch andere Schüler, die im Roman eine
wichtige Rolle spielen: Beineberg, Reiting und schließlich Basini.
Es geht in dieser Figurenkonstellation um Macht, Qual, Nötigung,
Folter und Misshandlungen. Seelisch und körperlich.
Fitim Qenaj, der seit drei
Jahren im Jugendclub "JUST" dabei ist, spielt die Rolle des Basini.
Und: Ilker Meric als Törleß, Christian Hartmann, Max
Stang, Christina Rank, Julia Fritzsche
Heinrich von Kleist - "Die Hermannsschlacht" (P: 17.5.)
Das
Stück "Die
Hermannsschlacht" von Heinrich von Kleist erzählt von der Schlacht
der Germanen gegen die Römer im Teutoburger Wald 9 Jahre nach
Christi Geburt.
Der Cheruskerfürst Hermann ist in einer Notlage: Er wird von dem
römischen Feldherr Varus bedroht und gleichzeitig von dem
Suevenfürsten Marbod bedrängt, Tribut zu zahlen. Während
Varus anbietet Hermann gegen die Sueven zu helfen, mit denen er aber
insgeheim einen Vertrag hat, wollen die restlichen germanischen
Fürsten den Kampf gegen die Römer, der aufgrund von
militärischer Unterlegenheit nicht möglich ist.
Ein römischer Legat namens Ventidius macht Hermanns Frau Thusnelda
den Hof und schneidet heimlich eine Locke aus ihrem Haar. Nach einem
Angebot seinerseits, das Hermann nicht ablehnen kann, willigt er diesem
ein, versucht aber Marbod gleichzeitig zu einem Zug gegen Varus zu
überreden. Durch das Verhalten der einmarschierten Römer,
steigt der Zorn der Cherusker gegenüber diesen an. Varus wird bei
einem Treffen von Hermann getäuscht. Marbod entscheidet sich
unterdessen für die Seite Hermanns. Die Römer werden im
Teutoburger Wald von jeglichen germanischen Verbündeten verlassen
und angegriffen. Varus wird getötet und die Legionen werden
besiegt. Daraufhin wird Hermann zum König gewählt.
Kleist schrieb das Drama "Die
Hermannsschlacht" nach einem Sieg der Spanier gegen die Franzosen 1807
und beeinflusst von den ersten österreichischen Befreiungskriegen.
Er verknüpfte die historischen Charaktere und Konflikte mit denen,
die zu seiner Zeit stattfanden. Bei seiner Hauptfigur Hermann nahm er
sich den Fürsten Arminius als Vorbild.
Mit: Johann Hofmann als Hermann, Viktoria Jank als Varus, Marius
Ahrendt als Ventidius, Mariella
Santibanez als Thusnelda
Rosa-Maria Feldmann, Alexander Düring, Judith Wegner, Julia
Toaspern,
Sophie Zellmann, Alina Drescher, Boris Lerner, Lisa Peiker |
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Gotthold
Ephraim Lessing - „Nathan der Weise“
Das Stück
handelt von einem Juden, der seinen persönlichen Holocaust erlebt.
Nathans sieben Söhne sterben, verbrennen in einem Pogrom. Dennoch:
Dieser Nathan übt keine Vergeltung, keine Rache. Auf seinen
Schmerz folgt kein Hass, sondern die Vernunft kehrt wieder. Und
über die Vernunft das Vergeben. Das ist die Botschaft, die dieses
helle Stück in dunklen Zeiten vermitteln kann. Ich denke, das muss
man heute predigen, damit es alle Ohren hören.
Vorstellung am: 19.4.2010
/ 19.00
Uhr
Eintritt: 10 € / für Schüler und Studenten 3 €
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Franz Kafka - „Der Roman bin ich,
meine Geschichten bin ich“
Kafka führte ein
Junggesellen-Leben,
das arm war an äußeren Ereignissen. Umso reicher,
abgründiger, bizarrer, neurotischer war Kafkas innere Biografie -
ein Leben, das in seinen Texten aufging. „Der Roman bin ich, meine
Geschichten sind ich“, schrieb Kafka in einem Brief an seine „ewige
Braut“ Felice Bauer.
Vorstellung am: 7.3.10 und 25.4.10 /
11.00 Uhr
Eintritt: 10€/3€
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TUSCH
Partnerschaft zwischen Berliner Schulen und Berliner Bühnen
Das Theater im Palais arbeitet mit Schülerinnen
und Schülern der Katholischen Schule Salvator zusammen. Im
März 2010 wird es eine neue Produktion geben - nach der
erfolgreichen ersten Arbeit von Lessings "Die Juden" und Grillparzers
"Die Jüdin von Toledo".
Das neue
Projekt "AMOK" wird am 22.3.2010 um 12.30 Uhr im Rahmen des
TUSCH-Theaterfestivals zu sehen sein. Veranstaltungsort: Podewil
"AMOK" beschäftigt sich mit Menschen, die aus unterschiedlichen
Gründen und aus ihrer Sicht heraus keinen Platz mehr finden in der
Gesellschaft.
Außerdem
am 29.3.2010 um 18.00 Uhr im Theater im
Palais.
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Lion
Feuchtwanger -
"Die Geschwister Oppermann"
Im Rahmen unseres "Jud Süß" und Lion Feuchtwanger Programms
haben wir
eine szenische Lesung des weltberühmten Familienromans im
Repertoire. Die Geschichte
der Oppermanns, deren Heimat ihnen entgleitet. Sie müssen ihre
Häuser
und ihre Freunde verlassen, denn sie sind jüdischer Abstammung.
Der
Schauspieler und Theaterpädagoge Stefan Kleinert hat diesen Stoff
bearbeitet und zeigt ihn im Rahmen unserer theaterpädagogischen
Arbeit
am Haus.
Mit: Stefan Kleinert und Charly Knak
Eintritt: 10 € / für Schüler und Studenten 3 €
Außerdem: szenische Lesung über die Entnazifizierungsakte
des Schauspielers Werner Krauss, der im Propagandafilm "Jud
Süß" von Veit Harlan mehrere Rollen spielte.
Mit: Stefan Kleinert und Charly Knak
Lesung zu
den Weltreligionen: G.E.Lessing - "Die Juden"
Der Schauspieler und Theaterpädagoge Stefan Kleinert liest
G.E.Lessings "Die Juden". Lessing thematisiert darin, ähnlich wie
im Nathan, religiöse Toleranz und Humanität.
Kleinert inszenierte das Lustspiel auch erfolgreich im Rahmen der
diesjährigen TUSCH-Festwoche (Theater und Schule).
Lessing selbst schreibt über sein Werk:
Es war das Resultat einer sehr
ernsthaften Betrachtung über die schimpfliche Unterdrückung,
in welcher ein Volk seufzen muss, das ein Christ, sollte ich meinen,
nicht ohne eine Art von Ehrerbietung betrachten kann......
Ich bekam also gar bald den Einfall, zu versuchen, was es für eine
Wirkung auf der Bühne haben werde, wenn man dem Volke die Tugend
da zeigte, wo es sie ganz und gar nicht vermutet.
AUF ANFRAGE
Lesung zu: 2000 Jahre nach der
Varusschlacht
"Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder!", soll Kaiser Augustus
gerufen haben, als die Römer im September 9 n. Chr. eine
vernichtende Niederlage gegen den ehemaligen römischen Offizier
Arminius erlitten hatten. Aber wie war es möglich, dass die
Germanen die so hervorragend ausgerüsteten und
zahlenmäßig überlegenen Römer besiegten?
Die Varusschlacht beeinflusste ganz entscheidend den Lauf der
Geschichte Roms und der germanischen Gebiete.
Der Schauspieler und Theaterpädagoge Stefan Kleinert liest
über historische Hintergründe, neue Erkenntnisse und den
Ablauf der Varusschlacht.
Eine szenische Lesung mit
Stefan Kleinert - "Ach" - Heinrich von Kleist
Heinrich von Kleist, Soldat,
Student, Dramatiker,
Erzähler und
Essayist. In solch kurzen Stichworten lassen sich Biografie und Werk
eines Autors natürlich nicht zusammenfassen. Wer war der Mensch,
der
uns, den Nachgeborenen, ein Werk aus Texten überlassen hat, von
dem wir
uns angezogen oder abgestoßen fühlen können, das uns
zur
Auseinandersetzung anregt oder einfach nur langweilt. Die Texte selbst
sind meist der beste Weg zu einer Antwort. Ein Text wandelt sich. Je
nach Situation und Lebensalter versteht man ihn häufig anders,
Schichten offenbaren sich, verwischen wieder, die man vor Jahren noch
nicht erkannte und die auf einmal offensichtlich werden.
Wir wissen nicht, was ein
Autor
wirklich meinte, der zu einer
Zeit lebte, die uns nicht mehr nachvollziehbar ist. Aber wir
können es
ahnen, wenn wir Lust haben Zusammenhänge herzustellen. Bedeutete
das
Sitzen zwischen allen Stühlen vor 200 Jahren dasselbe wie heute?
Wie
kann ein alter Text uns dabei helfen, uns selbst womöglich besser
zu
verstehen? Von den Fragen zu den Texten und zurück. Wer
anfängt zu
lesen, wird diesen Weg des Erkenntniszugewinns gut kennen.
Wer keine Lust zu lesen hat,
der
kann wenigstens zuhören.
Und
dazu möchten wir vor allem junge Leute einladen. Unser
Theaterpädagoge
und Schauspieler Stefan Kleinert hat verschiedene Texte Heinrich von
Kleists montiert und wird sie im Rahmen einer szenischen Lesung
vortragen. Was verbindet uns heute mit dem Dorfrichter aus dem
„Zerbrochenen Krug“ oder mit Amphitryon, dem antiken Helden, der nach
seiner Rückkehr aus dem Krieg damit konfrontiert wird, dass kein
Geringerer als Gott Jupiter an seiner Statt um die Liebe seiner Frau
Alkmene buhlt.
Was bedeutet uns seine Erzählung "Michael Kohlhaas" heute?
Heinrich von Kleist hat wie
kein
anderer in seinem Werk um
eine wahrhaftige Sprache gerungen. Die Suche nach dem Sinn seiner
selbst in einer Welt, die ihm nur bedingt verständlich war,
durchzieht
als Thema alle seine Texte.
Die Produktion ist mobil und
kann
sowohl im Theater als auch
in Schulen gezeigt werden.
Termin nach Vereinbarung.
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