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REPERTOIRE
JUST SPIELZEITFLYER 2012/2013 ZUM DOWNLOAD
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Spielzeittrailer 2012/2013
www.stefankleinert.de
FAUST von J. W. v. Goethe
TERMINE: 27.05./ 18.06. jeweils 19:30 Uhr
Regie: Stefan Kleinert
Daniel Wobetzky als Faust und Richard Volkmer und Fitim Qenaj als Mephistos
Christina Rank, Hannah Winter, Cora Gercke und Jakob Rentsch
Verführung; Lust; Manipulation; Gewalt; Irrweg; Reflexion
„Habe nun, ach...“. So fängt der große Faust-Monolog in Goethes Drama an. Fast beiläufig. Dahinter aber steckt dieses unaussprechliche, dieses monströse Ich. Das Maßlose, das Egozentrische, die Verzweiflung. Bevor Fausts noch so junges Leben beginnt, ist er schon an einem Endpunkt angekommen. So wie die Gesellschaft. Selbstmord ist aber auch keine Lösung!? Weiter leben. Doch wie? Einen Pakt mit dem Teufel schließen? Dem Teufel haftet eine gewisse Schäbigkeit an. Mephistopheles ist die Kraft, die stets das Böse will. Und stets das Gute schafft? Der Teufel würde gern etwas Gutes tun, aber seine Aufgabe ist, die Welt in Bewegung zu halten. Ohne das Böse würde sich gar nichts ereignen. Wie kommen wir nur auf den Gedanken, uns in dieser Welt über das Böse zu beklagen?
Nicht Trieb, Gier, Reichtum, Lebensgenuss strebt Faust an, sondern Drang nach Erkenntnis. Und weil dieser Drang auf keinem anderen Wege zur Erfüllung führt, verschreibt er sich dem, der ihm verspricht, seine Fragen zu beantworten. „Erhabner Geist, du gabst mir, gabst mir alles, warum ich bat. Genug damit. Ich sterbe. Alles ist zerstoben. Lass die große Welt sausen. Wir wollen hier im Stillen hausen.“ Wie ginge die Geschichte eigentlich weiter, wenn sich der Teufel nicht eingemischt und Gott die Katastrophe verhindert hätte? „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug, als wie zuvor“.

Copyright: Christina Rank
Vergeude ich mein Leben? Weiß ich alles über mich? Müsste Gott nicht eingreifen? Was unterscheidet Götter von Menschen? Warum gibt es schlechte Menschen? Kann man alles beseitigen, was mit Gott in Verbindung gebracht wird? Verlieren wir die Kontrolle? Wird die vollkommene Entschlüsselung des menschlichen Genoms nicht doch die Welt verändern? Wer soll sich nicht in euch vergaffen? Wird es nicht alle Tage schlimmer? Zu wieviel Prozent bin ich ein Tier? Wer hilft mir weiter fort? Bin ich denn abermals betrogen? Wohin soll es nun gehn? Verstehst du, was für neue Lebenskraft mir dieser Wandel schafft? Was zieht mir das Herz so? Werde ich den Jammer überstehen? Ist das nicht Maskeraden-Spott? Soll ich zum Welken gebrochen sein?

Copyright: Christina Rank
12.12.2011 wurde "Faust" für Gehörlose gespielt und von einer Gebärdensprachlerin begleitet.
Hier die Reaktionen der Schüler aus der Ernst-Adolf-Eschke-Schule in Berlin:
"Die jungen Schauspieler gefielen mir gut, die zwei Mephistopheles gefielen mir sehr gut. Aus dem Original-Faust habe ich die Textteile erkannt, die ich gelesen hatte. Mir gefiel es, dass die Jugendlichen gut schaupielern konnten. Ihre Mimik und die Körpersprache waren ausgezeichnet. Das gefiel mir nicht: zwei Männer umarmten sich und machten sich an.
"Was die Dolmetscherin gebärdet hat, davon verstand ich weniger als die Hälfte. Ihre Art und ihr Stil war für mich schwer zu verstehen, weil sie so schnell gebärdete und ihre Mimik passte überhaupt nicht. Ich habe meist auf die Mimik der Schauspieler geguckt, damit ich besser verstehen kann. Sie haben wirklich gut gespielt."
"Den Raum fand ich klein, aber ich mag die Nähe zur Bühne. Beim ersten Teil gefiel mir nicht, dass die jungen Schaupieler sich sehr sexuell zeigten. Den zweiten Teil fand ich besser, weil ich es gut verstehen konnte. Ich muss die Dolmetscherin loben, denn sie dolmetschte allein und gebärdete deutlich."
"Der Zuschauerraum wirkte klein auf mich, aber es ist gut, weil ich alle Mimik genau sehen konnte. Die jungen Schaupieler wirkten überzeugend, z.B. die zwei Teufel spielten sehr echt. Ich erwartete es so, dass im Theater die Geschichte von Faust gezeigt wird. Aber der Regisseur hat es stark verändert, dass Gretchen gar nicht mitspielte. Das Missbrauchs-Thema hat mich überrascht."
Die Kostüme gefielen mir sehr gut, weil sie von moderner Zeit und alter Zeit gemischt waren. Die Schauspieler und Schauspielerinnen haben echt ausdrucksstarke Mimiken, das gefiel mir.
MIRANDOLINA von Goldoni
ZUM LETZTEN MAL: 21.06. um 19:30 Uhr mit anschließendem Publikumsgespräch
„Wenn ich die alle geheiratet hätte, die gesagt
haben, sie wollen mich haben, oh, da hätte ich
zahlreiche Ehemänner! Mir gefällt der Braten, aber
mit dem Rauch kann ich nichts anfangen.“
Die Liebe ist ein seltsames Spiel. Doch deren Fallstricke
können der ebenso verführerischen wie
selbstbewussten Wirtin Mirandolina nicht wirklich
gefährlich werden. Sie führt ein Gasthaus, in dem
vorrangig Adelige verweilen. Weder die Schmeicheleien
des Marquis von Forlipopoli noch das
Geld des Grafen von Albafiorita beeindrucken die
couragierte Geschäftsfrau. Nur der Widerstand des
Ritter von Ripafratta, eines erklärten Frauenfeindes,
fordert den Einsatz ihres gesamten weiblichen
Charmes heraus. Mirandolina beginnt, ihn zu
verführen, um zu beweisen, dass sich alle Männer
in sie verlieben können.
Die ewige Geschichte zwischen Mann und Frau,
Macht und Leidenschaft, Jäger und Gejagtem, zwischen
Liebe und Abneigung, Schein und Nichtsein.
Allen geht es um die eigene Sicherheit, um das
finanzielle oder emotionale Überleben. Alle sind
unterwegs, gehen aufeinander zu oder aneinander
vorbei.
Der Theaterreformer Carlo Goldoni schrieb Mirandolina
1752. Das Werk gehört bis heute zu seinen
meistgespielten Stücken. Damit markierte Goldoni
einen der ersten Ausgangspunkte der weiblichen
Emanzipation. Auch gilt Mirandolina als das Stück,
mit dem es ihm gelang, sich von der vorherrschenden
Commedia dell`arte mit ihren Typisierungen
und Possenreißereien zu lösen und, im Stile
Moliéres, ein eigenständiges italienisches Lustspiel
zu schaffen.
In der Regie von Stefan Kleinert spielt das junge
Ensemble die Charakterkomödie um den Kampf
der Geschlechter als Schlagabtausch zwischen
Eifersucht, Manierismus, Frauenphobie und
Schnupftuch.
Mit: Johann Hofmann, Richard Volkmer, Daniel Wobetzky, Judith Wegner, Ilker Meric, Alina Stoll, Josua Hesse
 Copyright: Christina Rank
 Copyright: Cybulak
Folgende Kritik steht in unserem JUST-Bereich bei Facebook:
" Es war eine hervorragende Premiere! Die intensiven Probearbeiten haben sich definitiv gelohnt und wir hatten einen wunderbaren, amüsanten Abend. Der Zwischen- und vor allen Dingen der Schlußapplaus waren ein deutliches Zeichen der Begeisterung des Publikums! Ihr solltet damit auf Tournee gehen!!!" (Kirsten Wegner)
KABALE UND LIEBE Bürgerliches Trauerspiel von Schiller
ZUM LETZTEN MAL: 17.06. um 19:30 Uhr
„Ich liebe, Milady - liebe ein bürgerliches Mädchen
- Luise Millerin, eines Musikus Tochter.“
Ferdinands Vater ist ein ranghoher Minister.
Ferdinand soll ebenfalls die politische Laufbahn
einschlagen. Daran arbeitet sein Vater tagtäglich
und hat Ferdinand bereits die richtige Ehefrau
ausgesucht. Lady Milford. Sie wird ihm den Weg für
seine politische Karriere ebnen, denn sie hat das
Spiel in den Machtzentren gelernt. Außerdem liebt
sie Ferdinand.
Luises Vater ist ein einfacher Musiker. Zu den Machern
im Staat hat er eine kritische Meinung. Aber
die behält er weitestgehend für sich. Er ist bemüht,
sein Heim und seine Familie zu schützen.
Ferdinand und Luise kreuzen den Plan, den ihre
Eltern für sie entworfen haben. Sie verlieben sich
ineinander und beginnen, sich eine eigene neue
Welt und Zukunft zu erträumen. Aber was können
sie der Welt ihrer Eltern entgegensetzen?
Und haben sie überhaupt irgendeinen Handlungsspielraum?
Das Machtspiel beginnt. Vater Miller erpresst seine
Tochter mit dem eigenen Leid. Ferdinands Vater
und sein Sekretär Wurm rufen mit einer bösartigen
Intrige die Eifersucht zwischen Ferdinand und
Luise hervor. Jeder zerrt an Ferdinand und Luise.
Hass und Misstrauen machen sich breit. Zwischen
den eigenen Wurzeln und einem gemeinsamen
Neubeginn sind die beiden hin- und hergerissen.
Im Kampf füreinander geraten sie aneinander und
zerstören sich schließlich selbst.
Schillers Trauerspiel zeigt den gescheiterten
Versuch zweier Individuen, die keinen Raum für die
Erfüllung emotionaler Bedürfnisse finden.
Was bindet im Leben? Was prägt und was hält fest?
Was ist man bereit, für die Liebe zu opfern, und
wie weit kann man gehen?
Diesen heutigen Fragen geht Regisseur Stefan
Kleinert mit seinem jungen Ensemble nach und
versucht, mit Tempo und Spannung Antworten zu
finden.
Mit: Christian Hartmann, Amer Karalic, Martin Lühr, Alina Stoll, Viktoria Eckardt, Christina Rank, Adina Reza /Mariella Santibanez , Marius Ahrendt
 Copyright: Christina Rank
 Copyright: Cybulak
 Copyright: Cybulak
JUNGES FORUM
Schreibst du eigene Geschichten oder Gedichte? Wolltest du schon immer mal ein Theaterstück inszenieren oder hast du sogar schon einmal selbst eines geschrieben? Singst du oder spielst du ein Instrument? Möchtest du Schauspieler werden und deine Vorsprechmonologe zeigen? Hast du Lust auf die Bühne zu gehen und vor Publikum aufzutreten? Dann schau doch im "Jungen Forum" vorbei und mach mit!
Hier kannst du dich mit anderen jungen Leuten ab 16 Jahren treffen, Ideen entwickeln und vorstellen und dich kreativ austauschen.
Ideen und Bewerbungen an theaterpaedagogik@theater-im-palais.de
Literaturwerkstatt vom 07.11.11: Junge Autoren stellen ihre Arbeiten vor
Es lasen Saskia V. Burmeister und Jannis Poptrandov
Moderation: Ilker Meriç, Klavier: Johann Hofmann
LESEPROBE 1 von Saskia V. Burmeister: Aurum und Argentum
LESEPROBE 2 von Saskia V. Burmeister: Aurum und Argentum
LESEPROBE 1 von Jannis Poptrandov - Gettoblume
LESEPROBE 2 von Jannis Poptrandov: Gettoblume
LESEPROBE 3 von Jannis Poptrandov: Gettoblume
05.12.11 20:00 Uhr "Der steinerne Gast" von Puschkin, Regie: Martin Lühr
Alexander Sergejewitsch Puschkin - Der steinerne Gast
Mit dem "Steinernen Gast" knüpft Puschkin an Molières "Don Juan" wie an Mozarts "Don Giovanni" an. Don Juan erscheint nicht als kalt berechnender Verführer, sondern als schöpferischer Lebenskünstler, der eine menschliche Leidenschaft ganz verkörpert. Als er Doña Anna begegnet, bahnt sich in ihm eine Läuterung an, bis ihn seine Vergangenheit einholt. Während er zum ersten Mal das Gefühl einer tiefen Liebe verspürt, zieht ihn die Statue des einst von ihm getöteten Komturs mit sich in den Abgrund.
Don Juan ist ein egoistischer Mann – fast schon ein egoistisches Prinzip – der nach der richtigen Frau sucht. Er lebt also in einer abgekapselten kleinen Welt, die mit der „bürgerlichen“ Welt, der normalen Welt Donna Annas, Don Carlos und des Komturs konfrontiert wird. Diese normale Welt wird von Juan aus dem Gleichgewicht gebracht, doch zum Schluss schreitet die Statue des Komturs ein und hindert Juan daran, die normale Welt in Besitz zu nehmen. Martin Lühr, Regisseur
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