Kurt Tucholsky
LACHEN OHNE WEINEN

KURT TUCHOLSKY: LACHEN OHNE WEINEN
"Ich habe Erfolg, aber keinerlei Wirkung!"
 
Das musikalisch-literarische Programm widmet sich in kurzweiligen 80 Minuten dem künstlerischen Schaffen Kurt Tucholskys. Vor allem die Gleichzeitigkeit scheinbarer Gegensätze prägte den Werdegang und die Werke des Satirikers, da er sowohl die tagesaktuelle Politik als auch die ganz alltäglichen Probleme des einfachen Mannes in seinen Texten thematisierte, die Gesellschaft in der Zeitung scharf verurteilte und gleichzeitig diese im Varieté bestens bespaßte.
Diese Diskrepanz spiegelt sich auch in der Konzeption von "Lachen ohne Weinen - Ich habe Erfolg, aber keinerlei Wirkung!" wieder: Der erste Teil widmet sich der Politik, Arbeitswelt und Gesellschaft, der zweite dem Alltag und zwischenmenschlichen Beziehungen. Tucholskys eigene Gedankenblitze, sogenannte "Schnipsel" aus seinen Notizen, verbinden die abwechselnden Musiknummern, die von Kabarettstücken über erschütternde Chansons bis hin zum Schlager reichen, und Rezitationen miteinander. Neben Kompositionen seiner Zeit von Friedrich Hollaender, Hanns Eisler sowie Benedikt Eichhorn wird auch eine Uraufführung erklingen. Über manche Zeitlosigkeit von Geschlechterklischees bis hin zur Erstarkung der Rechten wird der Zuhörer sich wundern, erschrocken sein - über die Satire lachen und weinen?
 

Ilona Blumenthal-Petzold
wurde in Lauchhammer/Lausitz geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Schauspiel an der Theaterhochschule „Hans Otto“ Leipzig u.a. bei Erika Solbrig, anschließend Gesang in der Abteilung für Popularmusik bei Christiane Kluge an der HMT Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Des Weiteren absolvierte sie ein Postgradualstudium in Sprecherziehung am Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und begann 1980 mit der Lehrtätigkeit in Sprecherziehung in der Fachrichtung Gesang/Musiktheater.

Als Chanson- und Liedinterpretin arbeitet sie u.a. im Trio "Corazon" und konzipiert literarisch-musikalische Programme wie "Berührungen" mit dem Komponisten Wolfgang Mader, Jazz-Lyrik mit dem Komponisten Frank Petzold und Tucholsky/Eisler-Programme mit dem Gitarristen Thomas Blumenthal.  Außerdem war sie bisher in Lesungen wie "Maxi Wander - Auskunft und Offenbarung", "Chopin in Wien", "Hölderlin" und Goethes "West-östlicher Divan" als Sprecherin zu erleben.

Wolfgang Geiger
wurde 1991 im oberfränkischen Marktredwitz geboren. Nach dem Abitur in Hof/ Saale absolvierte er ein künstlerisches Aufbaujahr an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg und begann 2012 sein Schulmusikstudium an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar mit dem Schwerpunktfach Schulpraktisches Klavierspiel. Zurzeit schließt Wolfgang Geiger den Studiengang „Master of Education“ in Schulmusik ab und studiert parallel dazu im Master Musiktheorie. Neben dem Klavierspiel und weiteren musikalischen Tätigkeiten als Chorsänger oder Tubist des Landes- und Bundesjugendorchesters ist er Präsident des Vereins BundesSchulMusikChor und -Orchester e.V.
Er ist Träger des Kulturpreises der Stadt Marktredwitz und Gesamtsieger des 12. Bundeswettbewerbs Schulpraktisches Klavierspiel in Weimar. Im April 2018 gründete er das Palais-Orchester und steht zusammen mit seinem Freund und Sänger Max Dollinger aus Leipzig regelmäßig auf der Bühne.

Max Dollinger
Der 1996 in Hof/Saale geborene Max Dollinger studiert seit 2015 Gesang-Musiktheater an der HMT Leipzig bei KS Prof. Roland Schubert. Seine Liebe zur Musik entdeckte der junge Bariton bereits früh durch intensiven Gitarren-, Klavier- und Trompetenunterricht: Nachdem er als Junge Teil des Windsbacher Knabenchors war, sang er bereits mit zwölf Jahren die Partie des Zweiten Knaben in „Die Zauberflöte“ am Theater Hof.
Seitdem wirkte der mehrfache Jugend-musiziert-Bundespreisträger in über 25 Musiktheaterproduktionen u.a. an der Oper Leipzig, am Theater Hof, am Theater Nordhausen und am Renaissance-Theater Berlin schwerpunktmäßig im Bereich des unterhaltenden Musiktheaters mit. Für den Musical-Bereich erhält er dabei wichtige Impulse von Prof. Noelle Turner (Essen).
Zu seinem Repertoire gehören u.a. Partien wie Blasius Römer im „Schwarzwaldmädel“, Oberst Pickering in „My fair Lady“, Zahnarzt u. Audrey 2 in „Der kleine Horrorladen“ und Nick in „Fame“. Seit Oktober 2018 ist er im Kammermusical „Pink – Manchmal braucht’s nur einen Lippenstift“ (UA) in der männlichen Hauptrolle des Lewis am Renaissance-Theater Berlin zu erleben. Im Mai 2019 hat er in Leipzig und Jena sein Debüt als Oberst Ollendorf in „Der Bettelstudent“ geben.
Konzerte führten ihn bereits an den Friedrichstadt-Palast Berlin, das Gewandhaus zu Leipzig, zum Altenburger Musikfestival sowie zum Bachfest Leipzig. Als Conférencier tourt er seit 2018 mit dem Palais-Orchester und seinem Musikerfreund Wolfgang Geiger mit ihrer Revue „Der verspielte Mann“, sowie mit dem Tucholsky-Programm „Lachen ohne Weinen“.
Beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2017 für Musical-Chanson wurde er mit dem Förderpreis der Stiftung Rosenbaum und dem Sonderpreis der Staatsoperette Dresden ausgezeichnet.

Vorstellung

03.11.2019, 16.00 Uhr

GASTSPIEL

Kurt Tucholsky: Lachen ohne Weinen 

Literarisch-musikalisches Programm
von und mit

Ilona Blumenthal-Petzold (Rezitation)
Wolfgang Geiger (Piano) 
Max Dollinger (Gesang, Rezitation)