nikos-kazantzakis

 

 

 

 

 

 

NIKOS KAZANTZAKIS: Der Vater des Alexis Sorbas  

20. November 2016 

Carl Martin Spengler und Nicole Haase lesen ausgewählte Texte. Prof. Dr. Stefan Welz verschafft einen Überblick zu Leben und Werk des Autors.

Der Roman Alexis Sorbas (1946) hat den griechischen Autor und Philosophen unsterblich gemacht und erlaubte ihm ein Leben als Schriftsteller und Übersetzer. Nikos Kazantzakis (1883-1957) wurde auf Kreta geboren, studierte Rechtswissenschaft und promovierte über Nietzsche in Paris. Einen Großteil seines Lebens verbrachte er als unsteter Wanderer auf Reisen, die ihn durch Europa, den vorderen Orient und Asien führten. Von 1920 bis 1923 war eine Pension in Berlin-Lichterfelde sein Zuhause. Während des mehrjährigen Aufenthalts in Berlin wurde er nicht nur mit der deutschen Philosophie vertraut, sondern auch mit den Widrigkeiten der Nachkriegszeit in der deutschen Metropole. Der biographischen Rastlosigkeit entspricht eine geistige. In seinen Büchern spürt er immer wieder dem Sinn des Lebens nach. Die Person des Vaters wird ihm zum Bezugspunkt der Selbstfindung. Er ringt um Ideale, um sie wieder zu verwerfen; er misst sich geistig an den großen Fragen des Glaubens und der Religion. Dem Suchen und Zweifeln steht eine unbändige mediterrane Lebensfreude zur Seite. Der Grieche hat nie die Verbindung von Geist und Leben gescheut, was ihn zu einem der großen Autoren des 20. Jahrhunderts macht.