OTTO REUTTER

OTTO REUTTER

Und so komm’n wir aus der Freude gar nicht raus

Friedrich Otto August Pfützenreuter verließ Ende des 19. Jahrhunderts den für ihn bestimmten Bürostuhl in Gardelegen in der Altmark, um die Bretter dieser Welt zu erobern. Mit einem Kopf voller Reime und der Sehnsucht nach großen Tragödien erreichte er auf Umwegen Berlin, wo das Herz der Welt zu schlagen schien.

In den ersten Jahrzehnten des neuen Jahrhunderts in der aus allen Fugen platzenden Stadt voller Paradeschritte, Marschmusik, Kriegsgeschrei, den grauen Folgen und den „goldenen Zwanzigern“ stand er, Otto Reutter -  mit tt -  und mit großen runden Augen lächelnd auf der Bühne und wusste, was sein Publikum bewegte, denn es bewegte auch ihn.

Die Polizei setzte bei „verdächtigen“ Pointen den Rotstift an und saß mit spitzen Ohren im Zuschauerraum. Und Reutter – er hustete! Er hustete die gestrichenen Takte! Und der ganze Saal hustete im Takt mit. Die Berliner husteten ihrem Zensor was! Und Reutter lächelte unschuldig:  Musste husten, husten! Wat de mußt, det mußte!

Er sang von Alltagsgeschichten, von kleinen Übeln und großen Dummheiten, er sang vor allem den Menschen aus dem Herzen. Sie liebten ihn dafür und für seinen Mut zum Galgenhumor.

Vorstellung

21.10.2018, 16.00 Uhr

23.11.2018, 19.30 Uhr

06.12.2018, 20.00 Uhr
29.12.2018, 19.00 Uhr

24.01.2019, 19.30 Uhr

OTTO REUTTER:
UND SO KOMM'N WIR AUS DER FREUDE GAR NICHT RAUS

mit Carl Martin Spengler und Ute Falkenau (p)

Buch und Leitung: Barbara Abend

Frau am Klavier

Ein Abend mit der Musikerin und Pianistin Ute Falkenau.

09.11.2016, 19.30 Uhr (Zum letzten Mal)

Ute Falkenau ist die Musikerin und Pianistin des THEATER IM PALAIS. Ihre Kompositionen und musikalischen Begleitungen prägen die Inszenierungen des Hauses, in denen die Theatertradition der Verbindung von Schauspiel und Musik fortgeführt und weiterentwickelt wird. Durch das Programm mit Favoriten aus ihrem Klaviermusik-Repertoire führt die langjährige Wegbegleiterin und Regisseurin Barbara Abend. Lauschen Sie dem Klang unseres Salontheaters und erfahren Sie Wissenswertes und Unterhaltsames über die musikalisch-künstlerische Arbeit Ute Falkenaus.

Moderation Barbara Abend

Das ist Berlin!

DAS IST BERLIN!

Lieder und Anekdoten

„Icke, dette, kieke mal, Oogen, Fleesch und Beene!“
„Nein, mein Kind, so heißt das nicht: Augen, Fleisch und Beine!“

Zum Glück waren die Kinder ungehorsam und haben weiter berlinert.

Ohne den Dialekt wäre die Berliner Schnauze undenkbar. Nicht nur auf den Hinterhöfen hörte man solche Laute. Künstler von Weltruhm brachten die Dinge in diesem mal humorvollen, mal schnoddrigen Ton auf den Punkt. Textdichter und Komponisten erfassten mit Liedern den Rhythmus und das Flair der Stadt und ihrer Bewohner!

Mit Anekdoten, knappen wie witzigen  Redensarten, in Chansons und Gassenhauern  melden sich im THEATER IM PALAIS echte  Berliner zu Wort, berühmte und vergessene. Sie zeugen von der treffsicheren Spottlust und dem ruppigen Charme aller, die mit Spreewasser getauft sind

 

Vorstellung

*Wir werden Sie rechtzeitig über neue Termine informieren.

Es plaudern, rezitieren und singen:
Gabriele Streichhahn und Carl Martin Spengler

Am  Klavier: Ute Falkenau

Heinrich Heine

Heinrich Heine im THEATER IM PALAIS

  • Heinrich Heine. Traumbilder

    • Traumbilder heißt der Abend, bei dem die Zuschauer den Gedichten und Fabeln zuhören und so die Zerrissenheit des großen Dichters Heinrich Heine, seine unerfüllten Träume und seine Sehnsucht nachempfinden können. Termine und Tickets
  • Zu Fuß mit Heinrich Heine

    • Ein Stadtspaziergang und ein Theaternachmittag – beides mit dem 24jährigen Heinrich Heine, der im Jahr 1822 Student in Berlin war und seinem Düsseldorfer Freund in Briefen von seinem Leben in Berlin berichtete. Im Theater geht es weiter mit Gedichten Heines, den „Traumbildern“, einem Zyklus, der ebenfalls aus dem Jahr 1822 stammt. Interpretiert von Carl-Martin Spengler, begleitet von Ute Falkenau mit Klaviermusik von Claude Debussy. Termine und Tickets

 

Heinrich Heine: Traumbilder

HEINRICH HEINE. Traumbilder

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Traumbilder heißt der Abend, bei dem die Zuschauer den Gedichten und Fabeln zuhören und so die Zerrissenheit des großen Dichters Heinrich Heine, seine unerfüllten Träume und seine Sehnsucht nachempfinden können.

Heine ist der Liebende, Trauernde, ist Spötter der deutschen Nachtmützenbesitzer und Träumer von der Insel Bimini. "Bei Heine" - so Martin Walser, "habe man das Gefühl, von allen zu Denkmälern gewordenen Literaturpersonen fühle sich sein Denkmal am wärmsten an." Das macht den Umgang mit ihm so angenehm.

Am liebsten würde man sich dafür heute noch bedanken. Besonders für die vielen schönen Tränen. Besonders für das blitzende Gelächter.

Vorstellung

*Wir werden Sie rechtzeitig über neue Termine informieren.

Künstlerische Leitung: Barbara Abend
Mit Carl Martin Spengler und
Ute Falkenau am Klavier

Ringelnatz. Anders

Ringelnatz. Anders

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Ringelnatz in Berlin? War er nicht Leipziger oder Wurzner, Münchner, Hamburger oder auf der See zu Hause?
Als Ringelnatz sich tatsächlich für eine Stadt entschloss, war es Berlin. Dort lebte er, weil er „frischere Luft zu atmen hoffte“, bis zu seinem Tode 1934.

Was kennen wir von ihm? Das Reh aus Gips oder die Kachel aus seinem Ofen, die er ohne Bedenken der Geliebten schenken würde? Auf alle Fälle kennen wir nicht die ganze Vielfalt seines künstlerischen Schaffens. Auch als Mensch, als Freund, als Liebender, als Maler, als Marineoffizier und als Kabarettist war Ringelnatz anders. Anders als wir ihn vermuten, anders als seine Mitwelt ihn etikettierte.

In einer Welt, in der wir zuweilen und immer öfter an blind gewordenen Seelen leiden, verleiht Ringelnatz neue Sehkraft. Er hört ein Staubkorn lachen und hört die Klage eines Pflastersteins, getreten zu werden, die ungehört bleibt. Überall ist Wunderland. Überall ist Leben.

Vorstellung

21.11.2018, 19.30 Uhr

23.01.2019, 19.30 Uhr

 

Besetzung und Hinweise

Buch und Regie: Barbara Abend
Es lesen Gundula Köster und
Carl Martin Spengler
Am Klavier: Ute Falkenau

Kästner: Das Glück ist keine Dauerwurst

Kästner. Das Glück ist keine Dauerwurst

Warum empfinden wir Erich Kästner stets als Zeitgenossen, seine Texte als aktuell, wo er doch seit 1974 nichts mehr erzählt? Fast scheint Kästner zeitlos zu sein.

Im zweiten Abend mit seinen - unseren - Berliner Geschichten entdecken wir ihn und uns wieder. Albernheiten, Originales und Originelles. Kästners Texte passen erstaunlich zu aktuellen Gedanken zur Zeit, sodass wir uns fragen, ob diese erst heute oder doch gestern formuliert wurden – von ihm, dem großen Berliner Geschichtenerzähler.

Erich Kästner lebte von 1927 bis 1945 in Berlin Wilmersdorf und Charlottenburg. Die Berliner Jahre gelten als die produktivste Zeit Kästners, in der er zu einer der bedeutendsten Intellektuellen der Stadt avancierte. „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“ und der Berlin-Roman „Fabian“ entstammen der Berliner Zeit Kästners und erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.

Vorstellung

09.11.2018, 19.30 Uhr

16.01.2019, 19.30 Uhr

Besetzung und Hinweise

Leitung: Barbara Abend
Es lesen Gabriele Streichhahn und
Carl Martin Spengler
Am Klavier: Ute Falkenau

Jawoll, meine Herrn

Das Kino ist tot – Es lebe das Kino: "Jawoll, meine Herrn!"

Seit die Zelluloidstreifen zum ersten Male Bilder auf die Leinwand warfen, bis hinein in die jüngste Vergangenheit, gab es dieses Hin und Her von Unken- und Hoffnungsrufen. Totgesagte leben länger, das alte Sprichwort triffts. Berlin ist wieder Filmstadt geworden, weltoffener in den Themen als jemals vorher, und die Großen der Branche treffen sich in unserer Stadt im Glanz und Blitzlichtgeflimmer auf dem roten Teppich. Das ist "buchenswert".
Der Weg, der zurückgelegt wurde, umsäumt von großen und kleinen Geschichten, im Film und um den Film, Geschichten von Stars und Proteges, von Neuerern und Bremsklötzen, so bunt, so heiter, so nachdenklich und so widersprüchlich wie die Zeit, die durchlaufen wurde.

Musikalische Zelluloidgeschichten, so untertitelt das Ensemble des Theaters im Palais die musikalische Zeitreise durch Geschichte und Geschichten des Musikfilms.

Besetzung und Hinweise

Buch und Regie: Barbara Abend
Musik und am Klavier: Ute Falkenau
Mit Gabriele Streichhahn
Jens-Uwe Bogadtke und
Carl Martin Spengler

Hinterm Ofen sitzt ne Maus

Hinterm Ofen sitzt ne Maus

Berliner Lieder und Couplets haben ihren eigenen Charme. Ruppig, derb und melancholisch, albern und ernst erzählen sie von den Berlinern als manche historische Betrachtung.

„Sehn‘se, det is Berlin“ - heißt es im Refrain eines berühmten Gassenhauers. Aber was ist denn Berlin? Was ist das Besondere an der Berliner Luft? Warum ist der Berliner Witz trotz seiner Schnoddrigkeit sympathisch?

Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit Berlin zu befassen. Zweifellos zu den amüsantesten gehört dieser Berlin-Abend. Er ist fern jeder Leierkasten-Seligkeit und reflektiert selbstironisch und in witzig-frecher Weise das Lebensgefühl des Berliners.
Zur Ich-Findung der Hauptstadtbewohner genauso empfohlen wie dem Berlin-Touristen auf seiner Expedition in die Tiefen der Berliner Seele.

Die drei Schauspieler können auf der Bühne ihrem komödiantischen Affen ordentlich Zucker geben. Sie tun es mit einem Riesenspaß und schaffen es damit im Handumdrehen, die Zuschauer wie in einen leichten Sektrausch zu versetzen.

Vorstellung

29.10.2018, 19.30 Uhr

29.11.2018, 19.30 Uhr

18.12.2018, 19.30 Uhr

30.01.2019, 19.30 Uhr

Besetzung und Hinweise

Buch und Regie: Barbara Abend
Es singen und spielen: Gabriele Streichhahn,
Jens-Uwe Bogadtke und
Carl Martin Spengler
Am Klavier: Ute Falkenau

Dauer der Vorstellung: 1h 30 Min (inkl. 1 Pause)

Der eingebildete Kranke

Der eingebildete Kranke

Der eingebildete Kranke ist Molières letztes Stück und der Zufall wollte es, dass es den Autor selbst während einer Aufführung das Leben kostete. An einem Blutsturz, so ist es überliefert, sei Molière 1673 verschieden - was für ein groteskes Ende, welche Tragik!

Was für eine Komödie aber auch, in der gelogen, betrogen, verstellt und gespielt wird, dass es eine Freude ist. Keiner meint es ehrlich und auf nichts ist mehr Verlass. Im Mittelpunkt: der reiche Argan, dessen Tagwerk darin besteht, seine Tabletten zu zählen und seine Klistiere zu verlangen. Er, der glaubt, die Fäden in der Hand zu halten, wird zum ersten Opfer innerhalb dieses bizarren Spiels, in dem keiner mit offenen Karten agiert. Jeder manipuliert jeden zum Zwecke des eigenen Nutzens aus der Schwäche des anderen.

Schonungslos, aber heiter werden hier menschliche Schwächen aufs Korn genommen mit einer unglaublich verspielten Komik, die sich sowohl aus der französischen Posse als auch aus der Commedia dell’ arte speist und übermütig mit fremden und eigenen Gebrechen jongliert.

Vorstellung

Besetzung und Hinweise

Fassung und Regie: Barbara Abend
Bühnenbild: Wiebke Horn
Kostüme: Ute Rathmann
Musik und am Klavier: Ute Falkenau
Mit: Gundula Köster,
Gabriele Streichhahn,
Jens-Uwe Bogadtke,
PP Komma und
Carl Martin Spengler