Biografie – Christian Klischat

Christian Klischat

Christian Klischat, geboren am 2. Januar 1969 in Kirchheimbolanden, aufgewachsen in Habitzheim, gute 18 km von Darmstadt entfernt, in dessen Staatstheater er im zarten Grundschulalter zum ersten Mal die schönen Künste erleben durfte. Seine Lebensreise führte ihn dann schon bald an die Loreley und, nach dem frühen Tod seines Vaters, weiter nach Basel, Bonn und ganz schön in der Weltgeschichte umher - sei es mit dem E-Bass in der Hand in diversen Rockbands oder in 1001 Jobs: vom Bioladenverkäufer, Bauarbeiter, Altenpfleger bis hin zum Tongießer hat er so einiges "fabriziert". In Mainz absolvierte er am Ketteler Kolleg sein Abi, anschließend in der Mainzer Theaterwerkstatt seine Schauspielausbildung.
 
Dann ging es von Senftenberg nach Berlin, wo er die letzten Jahre mit seiner Familie lebte; er ist verheiratet und hat drei Kinder. In der Hauptstadt baute er quasi sein Basiscamp auf, pendelte und tingelte von da aus nach Potsdam, Weimar, Wien, Zürich, Worms und Rudolstadt durch die Theater, Kirchen und andere Spielstätten. Auch im Kino ist er zu sehen u.a. beim "Weißen Band" oder im Fernsehen beim "Tatort", bei diversen "SOKOs" sowie als Hausmeister Herbert bei der Serie "Siebenstein". Er ist Sprecher beim HR und SWR und leiht dem interaktiven Internet-Hörspiel Kwerx-Die Kunstwerke allen agierenden Figuren seine Stimme.
Christian Klischat arbeitet u.a. mit Michael Haneke, Götz Brandt, Paulus Manker, Uwe Laufenberg und Dieter Wedel. Sein Herzenshobby ist immer wieder der gewagte institutionell-staubfreie Spagat zwischen Theater und Theologie, zwischen Kunst und Kirche. Hier ist er immer wieder deutschlandweit in verschiedenen Kirchen, Theatern und Kulturhütten mit seinen eigenen Produktionen zu erleben.
Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er festes Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt.
 

Theodor Fontane: GRETE MINDE

Theodor Fontane
GRETE MINDE

Szenische Lesung mit Christian Klischat

GRETE MINDE
Novelle nach einer altmärkischen Chronik
 
Lichterloh brennt sie, die ehrenwerte Kaufmannsstadt, und nichts und niemand bleibt von der schrecklichen Verwüstung verschont. Entsetzt sucht man nach einem Schuldigen und findet ihn in der Unschuld. Mit falschem Zeugnis erhebt die märkische Elbestadt Anklage gegen Grete Minde und richtet sie als Brandtsifterin hin: so geschehen in Tangermünde zu Beginn des 17. Jahrhunderts!
 
Fast freihundert Jahre später gewinnen beide - Tat und Figur - Unsterblichkeit, als sich einer der großen deutschen Romanciers im 19. Jahrhundert des "brillanten Stoffes" annimmt. Theodor Fontanes "Grete" hat jedoch mit dem altmärkischen Vorbild nicht viel mehr als Ort, Zeit, Name und das apokalyptische Finale gemeinsam. Historische Genauigkeit ist es nicht, was die 1879 erschienene Novelle beherrscht. Ihr geht es vielmehr um "Charakter", um Menschenschilderung, um "ein Stück Wahrheit". Fontane schreibt von "Grete Minde, Patrizierkind, das durch Habsucht, Vorurteil und Unbeugsamkeit von Seiten ihrer Familie, mehr noch durch Trotz des eignen Herzens in einigermaßen großen Stil, sich und die halbe Stadt vernichtend, zugrunde geht." Auf zwei Jahre verdichtet er die Geschehnisse um sein höchst dramatisches Charakterbild und webt die Geschichte ein in ein kunstreiches Geflecht aus Sagen- und Märchenmotiven, Volksliedern und balladesken Tönen: eine berührende Reise in die schicksalhaften Verstrickungen einer jener plastischen Frauenfiguren, für die Fontanes Werk vor aller Welt ausgezeichnet ist.

Vorstellung

* zur Zeit keine Termine verfügbar

GASTSPIEL

Theodor Fontane
GRETE MINDE   

Szenische Lesung

Regie und Einrichtung:
Götz Brandt (u.a. Redakteur, Drehbuchautor, Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Mainz)

Spiel:
Christian Klischat

Spieldauer: 90 min. ohne Pause

Frankestein - Gastspiel des Staatstheater Darmstadt

Frankenstein… der moderne Prometheus

Gerade mal einundzwanzig Jahre alt ist Mary Shelly, als am 1.Januar 1818 ihr Frankenstein-Roman erscheint. Er wird schnell zu einem der bekanntesten Werke der fantastischen Literatur!
Shelly erzählt die fiebrige Geschichte um Victor Frankenstein, der kraft der Naturwissenschaften wie Gott sein will. Und sie erzählt vom künstlich geschaffenen und entsetzlich aussehenden Riesen, dessen Einsamkeit und Enttäuschung kein Ventil finden und umschlagen in blutigen Hass gegen seinen Schöpfer.
Kein Zufall, dass sich der Stoff an den mythischen Prometheus anlehnt, der Leben aus Ton erschuf und sich für sein Menschengeschlecht mit den Göttern überwarf. Und kein Wunder, dass „Frankenstein“ auch zweihundert Jahre nach seinem Entstehen immer noch einen wunderbar gruseligen Lese-, Vorlese- und Interpretationsstoff abgibt.

Eine Produktion des Staatstheaters Darmstadt

Regie und Einrichtung: Götz Brandt
( u.a. Redakteur, Drehbuchautor, Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Mainz)

Spiel: Christian Klischat
(u.a. Staatstheater Darmstadt, Nationaltheater Weimar, Hans Otto Theater Potsdam)

Kritik:
http://www.echo-online.de/freizeit/kunst-und-kultur/theater/schauspiel/mary-shelleys-frankenstein-im-staatstheater_15844623.htm