Rätselhafte Variationen – Enigma

Rätselhafte Variationen - Enigma

Enigma kommt aus dem Griechischen und heißt Rätsel.
Rätselhaft ist das Treffen zweier Männer: Ein erfolgreicher Schriftsteller, Nobelpreisträger, lebt abgeschieden auf einer einsamen Nordseeinsel. Er verweigert sich dem Medienrummel. Alt, aber noch sehr kraftvoll, hat er gerade ein neues Werk veröffentlicht. Wieder ein Bestseller. Ein Briefroman, eine Sammlung von bezaubernden Liebesbriefen. Dazu gewährt er wider Erwarten einem Journalisten ein Interview. Der misanthropische Autor empfängt seinen Gast mit Arroganz. Erstaunlicherweise lässt sich der Besucher nicht einschüchtern. Je mehr die beiden Männer ins Gespräch kommen, desto mehr spürt man ihre Beunruhigung.
Enigma hieß die Maschine, mit der das deutsche Heer im 2. Weltkrieg seine Botschaften verschlüsselte. Hier geht es um eine Entschlüsselung, vorsichtig, überraschend, ungewöhnlich ... und sehr berührend.
Wie bei KLEINE EHEVERBRECHEN vom selben Autor irritiert die unerklärliche Spannung zwischen den beiden Menschen. Dort wie hier geraten Akteure wie Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle, ehe sich ihnen die ganze Tragweite der Begegnung öffnet.
 

Vorstellung

*05.12.2017, 19.30 Uhr
*06.12.2017, 19.30 Uhr

*19.01.2018, 19.30 Uhr
*20.01.2018, 19.30 Uhr

 

Besetzung und Hinweise

Regie: Herbert Olschok
Ausstattung: Sabine Pommerening
Mit: Jens-Uwe Bogadtke und Axel Werner

Dauer der Vorstellung: ca. 2 Stunden (incl. 1 Pause)

Herbert Olschok

Herbert Olschok

Herbert Olschok

Herbert Olschok, 1951 in Brünlos/Erzgebirge geboren, besuchte von 1973 bis 1976 die Schauspielschule in Rostock. Es folgten Engagements als Schauspieler und Regisseur am Staatstheater Schwerin, am Berliner Ensemble sowie am Deutschen Theater Berlin. Er arbeitete gemeinsam mit Heiner Müller, Thomas Langhoff, BK Tragelehn, Peter Palitzsch und Fritz Marquardt. Seit 1990 unterrichtet er regelmäßig an der University of Toronto und seit 1991 arbeitet er als Regisseur für verschiedene Theater in Kanada. Von 1992 bis 1994 war Herbert Olschok Schauspieldirektor am Nationaltheater Weimar und von 1994 bis 2000 in Chemnitz in derselben Funktion. 2000 bis 2005 arbeitete er als freischaffender Regisseur, Schauspieler und Professor. Gastspiele mit seinen Inszenierungen führten ihn nach Stuttgart, an das Piccolo Theater in Mailand, nach Kanada und in die Schweiz. Von 2006 bis 2009 war Herbert Olschok Schauspieldirektor am Anhaltischen Theater Dessau.