GOTT IST ZU LANGSAM nach dem Roman von Walfriede Schmitt

GOTT IST ZU LANGSAM
nach dem Roman von Walfriede Schmitt

 

Eine Berliner Destille im heutigen Osten der schönen deutschen Hauptstadt.
Beim Gastwirt Werner, in seiner geliebten Kneipe, holen sich die Leute aus dem Kiez Rat, Zuspruch, Erleichterung und die nötige Bettschwere.
Ihre Schwierigkeiten mit sich selbst und den Zeichen der Zeit sind komisch und berührend und werden mit dem nötigen Ernst und voller Lachen erzählt.

Vorstellung

*05.05.2018, 19.30 Uhr

GASTSPIEL THEATER AM RAND

GOTT IST ZU LANGSAM
nach dem Roman von Walfriede Schmitt

Stückfassung und Regie: Nicole Haase

Es spielen
Walfriede Schmitt und
Jens-Uwe Bogadtke

Joseph Roth: Berlin auf Abruf

JOSEPH ROTH: Berlin auf Abruf

berliner lesezeichen

berliner Lesezeichen 08

Das kurze, aber bewegte Leben des aus Galizien stammenden Journalisten und Schriftstellers Joseph Roth hat ihn zu Beginn der 1920er Jahre nach Berlin geführt. Wenige Autoren seiner Generation haben das pulsierende Großstadtleben jener Zeit so treffend und umfassend beschrieben wie er. Im Verlauf von fünf Jahren, die der scharf beobachtende Flaneur in der sich zur Weltstadt aufschwingenden Metropole verbrachte, verfasste er dutzende Artikel und Essays für Tageszeitungen und Zeitschriften. Zwischen Wien und Berlin pendelnd, lebte Roth zu jener Zeit mit seiner Frau Friederike in einer Wohnung in der Potsdamer Straße 75, der einzigen festen Adresse in seinem Leben, bevor er 1925 nach Paris übersiedelte. Sein Verständnis von Gerechtigkeit, das in jüdischen Moralvorstellungen wurzelt, und seine politischen Sympathien für den Sozialismus machten ihn zum Kritiker des überhitzten Treibens der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Literarischen Ruhm erlangte Roth durch die wiederholt aufgegriffene Thematik der untergegangenen k. und k. Monarchie. Marcel Reich-Ranicki hatte in ihm einen großen Stilisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gesehen und empfahl neben seinem wichtigsten Werk "Radetzkymarsch" auch den Roman "Hiob" und die Erzählungen zur Lektüre. Andere Kritiker hatten ihre Not mit einer Einordnung von Roths umfangreichen Schreiben und spachen dem Autor einen bleibenden Einfluss auf die deutschsprachige Literatur ab. Die Beliebtheit und Lebendigkeit dieses Werks sollte sie eines Besseren belehren.

Es lesen Nicole Haase und Carl Martin Spengler. Die Moderation und den Überblick zum Schaffen des Autors gibt Prof. Stefan Welz von der Universität Leipzig.

Vorstellung

*15.04.2018, 16.00 Uhr

JOSEPH ROTH:
Berlin auf Abruf

mit Nicole Haase, Carl Martin Spengler
und Prof. Dr. Stefan Welz

Georg Friedrich Händel – Superstar des Barock

Georg Friedrich Händel - Superstar des Barock

Händels Auferstehung

Der gebürtige Hallenser eroberte im Sturm Deutschland, Italien und England. Er komponierte in seinem Leben mehr Werke als Beethoven und Johann Sebastian Bach zusammen. Georg Friedrich Händel erschuf mit seinem "Messias" ein musikalisches Kunstwerk von unvergänglicher Schönheit. Das bekannteste Chorstück aller Zeiten, verwendet in zahllosen Filmen? Unzweifelhaft das "Hallelujah" aus dem "Messias". Wie hat der Komponist im Verlauf dreier rauschhaft erlebter Wochen seinen berühmten "Messias" niedergeschrieben? Stefan Zweig beschreibt in seiner Novelle "Händels Auferstehung" fiktiv die Entstehung des Oratoriums im August des Jahres 1741.

Es liest
Nicole Haase.
Am Saxophon
Warnfried Altman.

 

Vorstellung

*31.03.2018, 19.30 Uhr

 

 

Georg Friedrich Händel -
Superstar des Barock 

LESEKONZERT
mit Nicole Haase und
Warnfried Altmann (Saxophon)

Margaret Atwood: Ikone der Kanadischen Literatur

MARGARET ATWOOD

berliner lesezeichen

berliner Lesezeichen 07

IKONE DER KANADISCHEN LITERATUR

Als Margaret Atwood zu Beginn ihrer Schriftstellerkarriere in den 1970er Jahren die provokante Frage stellte: ,Was ist kanadische Literatur?' ahnte sie nicht, dass sie einmal selbst zur Ikone der noch jungen Kultur im hohen Norden Amerikas werden und weltweiten Ruhm erlangen würde. Auch in Deutschland werden die Short Stories und Romane der Kanadierin seit vielen Jahren gelesen. Sie ist insbesondere durch ihren anti-utopischen Roman Der Report der Magd bekannt geworden, den Volker Schlöndorff 1990 verfilmt hat. Das Manuskript hatte Margaret Atwood im Jahr 1984 während eines Berlin-Aufenthalts begonnen. Als Gast im Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes weilte sie für ein Jahr in der damals noch geteilten Stadt. Seit dieser Zeit fühlt sich die Autorin Deutschland verbunden und wurde auch hierzulande mit bedeutenden Preisen geehrt,  zuletzt mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017. Damit wurde neben dem umfangreichen literarischen Oeuvre auch ihr Engagement zu Fragen des Umweltschutzes und der Frauenrechte gewürdigt. Ihre literarische Themenfülle reicht von nationalen und historischen Themen wie die kanadische Wildnis, der Überlebenskampf und die Siedlermentalität über feministische und ökologische Fragestellungen bis hin zu einem beständigen sozialen Engagement, das sich nicht zuletzt in ihren utopisch-phantastischen Texten niedergeschlagen hat. Neben all diesen Leistungen und Verdiensten ist Margaret Atrwood vor allem eine hervorragende Erzählerin und Dichterin, deren Werke geistigen Gewinn und literarisches Vergnügen bescheren.

Es lesen Gabriele Streichhahn und Nicole Haase. Die Moderation und den Überblick zum Schaffen der Autorin gibt Prof. Stefan Welz von der Universität Leipzig.

Vorstellung

*04.03.2018, 16.00 Uhr

MARGARET ATWOOD:
Ikone der Kanadischen Literatur

mit Gabriele Streichhahn, Nicole Haase 
und Prof. Dr. Stefan Welz

BERLIN STORIES

BERLIN STORIES:
Christopher Isherwood und W. H. Auden

berliner lesezeichen nr. 6

berliner Lesezeichen 06

Berlin Stories: Christopher Isherwood und W. H. Auden

Auf die düsteren Jahre des ersten Weltkriegs folgten schon bald die "Goldenen Zwanziger". In jener Zeit, die in der englischsprachigen Welt als "Roaring Twenties" bekannt ist, bahnte sich eine Modernisierungswelle ihren Weg und veränderte in den großen Metropolen den Lebensstil der Menschen. Eines der Zentren dieses rasanten Wandels war Berlin, die Stadt, die aufgrund ihrer Umbrüche und Widersprüche, ihres Lebenshungers und ihrer Vergnügungssucht das Interesse von Bohemiens und Intellektuellen aus aller Welt auf sich zog. Zwei davon, die sich am Ende der 1920er Jahre in längeren Aufenthalten der Faszination Berlins hingaben, waren der englische Dichter W. H. Auden und sein Landsmann und Freund, der Schriftsteller Christopher Isherwood. Beiden gemein war ihre Herkunft aus bürgerlich-konservativen Verhältnissen, die sie als beengend empfanden und gegen die sie mit ihrer Literatur und ihrer Lebensweise aufbegehrten. Berlin wurde für sie persönlich und künstlerisch zum Ort der Freiheit und Inspiration, bis die Stadt ihre Vielfalt und Vitalität unter dem Druck der Diktatur verlor. Die von Isherwood und Auden niedergeschriebenen Erfahrungen ihrer Berlin-Jahre bieten eine besondere Perspektive auf einen kurzen, aber überaus ereignisreichen Abschnitt deutscher Zeit- und Kulturgeschichte.

Nicole Haase liest ausgewählte Texte und Gedichte,
begleitet von Ute Falkenau am Klavier.
Prof. Dr. Stefan Welz (Leipzig) gibt Erläuterungen zu Leben und Werk.

Vorstellung

*05.011.2017, 16.00 Uhr

BERLIN STORIES:

Christopher Isherwood und W. H. Auden

Nicole Haase liest ausgewählte Texte und Gedichte,
begleitet von Ute Falkenau am Klavier.
Prof. Dr. Stefan Welz (Leipzig) gibt Erläuterungen zu Leben und Werk.

Nicht für Bibber und Klimbim

NICHT FÜR BIBBER UND KLIMBIM

Fontane

Nicht für Bibber und Klimbim

In vier Kapiteln durchaus heiterer Art wird ein Mann vorgestellt, der von sich behauptet, "nicht für Bibber und Klimbim" zu sein. Zu Recht, denn er war ein lebensnaher, bodenständiger und doch weltgewandter Mann. Und so entsteht mit diesem Abend ein sympathisch gezeichnetes Portrait Theodor Fontanes.

Freuen Sie sich auf die schönsten Balladen Fontanes, auf seine noch heute komischen Reiseimpressionen und ausgewählte Passagen aus seinem ehelichen Briefwechsel.

Buch und Regie: Barbara Abend
Am Klavier: Ute Falkenau
Mit Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke und
Carl Martin Spengler

Vorstellung

*Wiederaufnahme in der Spielzeit 2017/2018

FONTANE
"NICHT FÜR BIBBER UND KLIMBIM"

Buch und Regie: Barbara Abend
Am Klavier: Ute Falkenau
Mit Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke und
Carl Martin Spengler

AGATHA CHRISTIE

AGATHA CHRISTIE

berliner Lesezeichen 05

ARCHÄOLOGIN DES VERBRECHENS

Ihre Geschichten weisen all das auf, was einen guten Krimi auszeichnet: verwickelte Verbrechen, schwerfällige Polizisten, eigenwillige Hobbydetektive sowie eine Unzahl falscher Fährten. Am Ende steht das Aha-Erlebnis des Lesers, vor dessen Augen durch Kombinationsgabe und Scharfsinn der Übeltäter aus dem Kreis der Verdächtigen überführt wird. Agatha Christies Detektive verstehen es, Spuren zu lesen, Fakten zu deuten und beharrlich jedes noch so kleine Puzzleteil ins Gesamtbild einzufügen. Die so unscheinbar daherkommende Amateurkriminalistin Miss Jane Marple und der schrullige Meisterdetektiv Hercule Poirot sind mit menschlich liebenswerten Qualitäten ausgestattet, die den Leser stärker am intellektuellen Vergnügen der Tataufklärung als am Sensationellen der Tat selbst teilhaben lassen.

Als Krimiautorin gleicht Agatha Christies Schreiben archäologischen Erkundungen, eine Leidenschaft, die sie mit ihrem zweiten Mann, dem Archäologen Max Mallowan teilte. Sie führte sie auf der Route des Orient Express nach Syrien und in den Irak, nach Ägypten und über Umwege sogar bis nach Berlin, wo sie zu Beginn der 1930er Jahre Ausgrabungsschätze aus dem nordsyrischen Tell Halaf in der Oppenheim-Stiftung besuchte. Von diesen Reiseerfahrungen wurden einige ihrer weltberühmten Kriminalromane wie Mord im Orient-Express, Rendezvous mit einer Leiche oder Mord in Mesopotamien inspiriert.     

Aus spannenden Texten lesen Gabriele Streichhahn und Nicole Haase. Die Moderation und den Überblick zum Schaffen der Autoren gibt Prof. Stefan Welz von der Universität Leipzig.

Vorstellung

*z. Z. ist keine Wiederholung dieser Veranstaltung vorgesehen

"AGATHA CHRISTIE"

Archäologin des Verbrechens

mit Gabriele Streichhahn, Nicole Haase 
und Prof. Dr. Stefan Welz

Kurt Tucholsky: Affenkäfig Berlin mit Friederike Nölting

Kurt Tucholsky. Affenkäfig Berlin

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Gastspiel – Berliner Geschichten

Der Mann kannte sein Berlin. Hier geboren und aufgewachsen wurde Tucholsky zur berühmtesten Stimme der Zwanziger Jahre. Mal spöttisch, mal sentimental, mal bissig beschreibt er den Berliner Alltag. Mit Charme und Witz die Berliner Gesellschaft. Die Lebensumstände oft mit Berliner Schnauze. Seiner Geburtsstadt verdanke er alles, sagte Tucholsky. Wo, wenn nicht hier, liegen die Themen für ihn auf der Straße? Einiges davon ist heute noch erstaunlich aktuell...

Vorstellung

*06.05.2018, 16.00 Uhr

*22.08.2018, 19.30 Uhr

Buch und Regie: Nicole Haase
Gastspiel mit
Friederike Nölting  und
Nicole Haase
Am Piano begleitet von
Ulrich Gumpert