BERLIN STORIES

BERLIN STORIES:
Christopher Isherwood und W. H. Auden

berliner lesezeichen nr. 6

berliner Lesezeichen 06

Berlin Stories: Christopher Isherwood und W. H. Auden

Auf die düsteren Jahre des ersten Weltkriegs folgten schon bald die "Goldenen Zwanziger". In jener Zeit, die in der englischsprachigen Welt als "Roaring Twenties" bekannt ist, bahnte sich eine Modernisierungswelle ihren Weg und veränderte in den großen Metropolen den Lebensstil der Menschen. Eines der Zentren dieses rasanten Wandels war Berlin, die Stadt, die aufgrund ihrer Umbrüche und Widersprüche, ihres Lebenshungers und ihrer Vergnügungssucht das Interesse von Bohemiens und Intellektuellen aus aller Welt auf sich zog. Zwei davon, die sich am Ende der 1920er Jahre in längeren Aufenthalten der Faszination Berlins hingaben, waren der englische Dichter W. H. Auden und sein Landsmann und Freund, der Schriftsteller Christopher Isherwood. Beiden gemein war ihre Herkunft aus bürgerlich-konservativen Verhältnissen, die sie als beengend empfanden und gegen die sie mit ihrer Literatur und ihrer Lebensweise aufbegehrten. Berlin wurde für sie persönlich und künstlerisch zum Ort der Freiheit und Inspiration, bis die Stadt ihre Vielfalt und Vitalität unter dem Druck der Diktatur verlor. Die von Isherwood und Auden niedergeschriebenen Erfahrungen ihrer Berlin-Jahre bieten eine besondere Perspektive auf einen kurzen, aber überaus ereignisreichen Abschnitt deutscher Zeit- und Kulturgeschichte.

Nicole Haase liest ausgewählte Texte und Gedichte,
begleitet von Ute Falkenau am Klavier.
Prof. Dr. Stefan Welz (Leipzig) gibt Erläuterungen zu Leben und Werk.

Vorstellung

*05.011.2017, 16.00 Uhr

BERLIN STORIES:

Christopher Isherwood und W. H. Auden

Nicole Haase liest ausgewählte Texte und Gedichte,
begleitet von Ute Falkenau am Klavier.
Prof. Dr. Stefan Welz (Leipzig) gibt Erläuterungen zu Leben und Werk.

Nicht für Bibber und Klimbim

NICHT FÜR BIBBER UND KLIMBIM

Fontane

Nicht für Bibber und Klimbim

In vier Kapiteln durchaus heiterer Art wird ein Mann vorgestellt, der von sich behauptet, "nicht für Bibber und Klimbim" zu sein. Zu Recht, denn er war ein lebensnaher, bodenständiger und doch weltgewandter Mann. Und so entsteht mit diesem Abend ein sympathisch gezeichnetes Portrait Theodor Fontanes.

Freuen Sie sich auf die schönsten Balladen Fontanes, auf seine noch heute komischen Reiseimpressionen und ausgewählte Passagen aus seinem ehelichen Briefwechsel.

Buch und Regie: Barbara Abend
Am Klavier: Ute Falkenau
Mit Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke und
Carl Martin Spengler

Vorstellung

*Wiederaufnahme in der Spielzeit 2017/2018

FONTANE
"NICHT FÜR BIBBER UND KLIMBIM"

Buch und Regie: Barbara Abend
Am Klavier: Ute Falkenau
Mit Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke und
Carl Martin Spengler

AGATHA CHRISTIE

AGATHA CHRISTIE

berliner Lesezeichen 05

ARCHÄOLOGIN DES VERBRECHENS

Ihre Geschichten weisen all das auf, was einen guten Krimi auszeichnet: verwickelte Verbrechen, schwerfällige Polizisten, eigenwillige Hobbydetektive sowie eine Unzahl falscher Fährten. Am Ende steht das Aha-Erlebnis des Lesers, vor dessen Augen durch Kombinationsgabe und Scharfsinn der Übeltäter aus dem Kreis der Verdächtigen überführt wird. Agatha Christies Detektive verstehen es, Spuren zu lesen, Fakten zu deuten und beharrlich jedes noch so kleine Puzzleteil ins Gesamtbild einzufügen. Die so unscheinbar daherkommende Amateurkriminalistin Miss Jane Marple und der schrullige Meisterdetektiv Hercule Poirot sind mit menschlich liebenswerten Qualitäten ausgestattet, die den Leser stärker am intellektuellen Vergnügen der Tataufklärung als am Sensationellen der Tat selbst teilhaben lassen.

Als Krimiautorin gleicht Agatha Christies Schreiben archäologischen Erkundungen, eine Leidenschaft, die sie mit ihrem zweiten Mann, dem Archäologen Max Mallowan teilte. Sie führte sie auf der Route des Orient Express nach Syrien und in den Irak, nach Ägypten und über Umwege sogar bis nach Berlin, wo sie zu Beginn der 1930er Jahre Ausgrabungsschätze aus dem nordsyrischen Tell Halaf in der Oppenheim-Stiftung besuchte. Von diesen Reiseerfahrungen wurden einige ihrer weltberühmten Kriminalromane wie Mord im Orient-Express, Rendezvous mit einer Leiche oder Mord in Mesopotamien inspiriert.     

Aus spannenden Texten lesen Gabriele Streichhahn und Nicole Haase. Die Moderation und den Überblick zum Schaffen der Autoren gibt Prof. Stefan Welz von der Universität Leipzig.

Vorstellung

*z. Z. ist keine Wiederholung dieser Veranstaltung vorgesehen

"AGATHA CHRISTIE"

Archäologin des Verbrechens

mit Gabriele Streichhahn, Nicole Haase 
und Prof. Dr. Stefan Welz