Rätselhafte Variationen – Enigma

Rätselhafte Variationen - Enigma

Enigma kommt aus dem Griechischen und heißt Rätsel.
Rätselhaft ist das Treffen zweier Männer: Ein erfolgreicher Schriftsteller, Nobelpreisträger, lebt abgeschieden auf einer einsamen Nordseeinsel. Er verweigert sich dem Medienrummel. Alt, aber noch sehr kraftvoll, hat er gerade ein neues Werk veröffentlicht. Wieder ein Bestseller. Ein Briefroman, eine Sammlung von bezaubernden Liebesbriefen. Dazu gewährt er wider Erwarten einem Journalisten ein Interview. Der misanthropische Autor empfängt seinen Gast mit Arroganz. Erstaunlicherweise lässt sich der Besucher nicht einschüchtern. Je mehr die beiden Männer ins Gespräch kommen, desto mehr spürt man ihre Beunruhigung.
Enigma hieß die Maschine, mit der das deutsche Heer im 2. Weltkrieg seine Botschaften verschlüsselte. Hier geht es um eine Entschlüsselung, vorsichtig, überraschend, ungewöhnlich ... und sehr berührend.
Wie bei KLEINE EHEVERBRECHEN vom selben Autor irritiert die unerklärliche Spannung zwischen den beiden Menschen. Dort wie hier geraten Akteure wie Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle, ehe sich ihnen die ganze Tragweite der Begegnung öffnet.
 

Vorstellung

*05.12.2017, 19.30 Uhr
*06.12.2017, 19.30 Uhr

*19.01.2018, 19.30 Uhr
*20.01.2018, 19.30 Uhr

 

Besetzung und Hinweise

Regie: Herbert Olschok
Ausstattung: Sabine Pommerening
Mit: Jens-Uwe Bogadtke und Axel Werner

Dauer der Vorstellung: ca. 2 Stunden (incl. 1 Pause)

Liberté mon amour

LIBERTÉ MON AMOUR

Liberté mon amour

Monologe am Strand von Nizza

Es ist ein gewöhnlicher Spätsommertag an einem Strand der Französischen Riviera. Bei 30 Grad Celsius sonnen sich Bewohner der Côte d’Azur und Touristen friedlich am hellen Steinstrand von Nizza. Eine Frau mit schwarzer Leggins, hellblauer Bluse und Kopftuch bekleidet, döst in der Sonne.
 
(Klick) Vier Polizisten betreten den Strand.
 
(Klick) Sie gehen auf die Frau zu. Sie richtet sich auf. Einer nimmt einen Schreibblock zur Hand.
 
(Klick) Die Frau streift sich ihre Bluse über den Kopf und reicht sie einem der Männer.
 
Drei Bilder vom Strand von Nizza gingen am 24. 08. 2016 um die Welt und lösten eine laute Debatte um das französische Burkini-Verbot aus. Ausgehend von diesen Fotos und Friedrich Schillers Monologen zur Freiheit wird gefragt, wie es heute um die Ideen der europäischen Aufklärung steht. Berit Carstens und die SpielerInnen Christina Rank und Fitim Qenaj entwickeln ein Sück, in dem sich zwei junge Menschen gegenüberstehen, die mehr verbindet als sie trennt, und die an ihren eigenen Idealen scheitern. 
Berit Carstens arbeitet bisher als Dramaturgin des Berliner Regieteams zweite reihe.  „Liberté mon amour “ wird ihr Regiedebüt sein.

Es spielen Christina Rank und Fitim Qenaj

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Christina Rank über Fitim Qenaj: „Fitim spielt seit 10 Jahren im THEATER IM PALAIS und war in jeder Spielzeit bei mindestens zwei Stücken beteiligt. ‚Die Verwirrungen des Zöglings Töliß‘ war unser erstes gemeinsames Stück. In ‚Faust‘ haben wir Gott und Mephisto gespielt, zwei Rollen die in einem ständigen Machtkampf miteinander stehen. Jede Vorstellung war neu und spannend mit ihm, weil er auf der Bühne viel anbietet. Seitdem herrscht immer sehr großes Vertrauen zwischen uns. Das hat ihn zu einem meiner liebsten Spielpartner gemacht, weil man sich mit ihm immer wieder neu ausprobieren kann und weiß, der lässt einen nicht hängen in der Szene. Zeitweise hat Fitim drei bis vier Stücke parallel gespielt, neben Schule, Arbeit und später dann Uni. Bei Fitim merkt man immer, dass Theater nicht einfach nur ein Hobby nebenbei ist, sondern ihm wirklich was bedeutet. Ich freue mich wahnsinnig, jetzt noch mal mit ihm ein zwei-Mann/Frau-Stück zu spielen.“
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fitim Qenaj über Christina Rank: „Christina kam 2008 in unser Team. Von da an gab es kein Halten für sie. Große Rollen wie ‚Medea‘ von Euripides, Claudios Schwester, Isabella in Shakespeares ‚Maß für Maß‘, Lady Milford in Schillers ‚Kabale und Liebe‘ u.v.w. - Rollen, in denen sie zeigte, dass sie ein unglaubliches schauspielerisches Talent besitzt, Vorbild und Freundin ist. Auf der Bühne kann man sich immer auf sie verlassen. ich liebe die Spannung, die entsteht, wenn sie diese betritt. Auch hinter der Bühne bleibt immer Raum für Spaß: ob in Proben oder während der Vorstellung. So ist sie nicht nur ein wichtiges Mitglied für unser Ensemble geworden, sondern für mich persönlich die liebste Spielpartnerin. Umso mehr freue ich mich auf das Projekt mit ihr.“
 
Video von Ildiko Bognar auf youtube:

Vorstellung

*23.11.2017, 19.30 Uhr | Diese Vorstellung ist nur buchbar bei unserem Besucherservice
unter Telefon (030) 20 10 693 bzw. per E-Mail unter service@theater-im-palais.de

"LIBERTÉ MON AMOUR"
Monologe am Strand von Nizza (UA)

Mit Texten von Friedrich Schiller und Jean de La Fontaine

Buch und Regie von Berit Carstens und Junges Ensemble
Es spielen Christina Rank und Fitim Qenaj

DAS PFLICHTMANDAT

DAS PFLICHTMANDAT

MORD AUS MANGEL AN HUMOR

Unfassbar! Der freundliche, sensible, stille Mr. Fowle wurde verhaftet. Er hat seine Frau umgebracht. Verzweiflungstat oder Verbrechen aus Leidenschaft? Im Gefängnis erwartet den geständigen Mörder die Todesstrafe, wenn nicht beim Prozess ein Wunder geschieht. Genau dieses Wunder verspricht der schon betagte Anwalt Wilfred Morgenhall. Jahr und Tag hofft er auf so einen Fall … nein, eigentlich auf überhaupt einen Fall. Er ist belesen, kennt alle einschlägigen Präzedenzfälle. Recht und Gesetz sind sein Lebensinhalt. Jetzt wurde er zum Pflichtverteidiger auserkoren. Endlich hat er die lang ersehnte Gelegenheit, seine Gelehrsamkeit anzuwenden. Endlich kann er mit seinem Scharfsinn, seiner Eloquenz brillieren. Die Chance seines Lebens!

Eine komische Tragödie? Oder eine tragische Komödie? Tatsächlich, beim Prozess ereignet sich das ersehnte Wunder …

Besson: "Für mich ist DAS PFLICHTMANDAT ein Stück mit feinem englischem Humor, das die tragikomischen Momente zweier voneinander abhängiger Menschen beleuchtet. Es zeigt mit komödiantischer Ernsthaftigkeit die Dehnbarkeit von Gesetz und Rechtsprechung. John Mortimer führt uns in seinem zutiefst humanistischen Stück die Abgründe zweier gescheiterter Existenzen vor Augen. Er lässt den Zuschauer schwanken zwischen Schuldzuweisung und Mitleid oder Ablehnung und Anteilnahme."

Nach dem großen Erfolg von Affäre Spittelmarkt beauftragt das THEATER IM PALAIS Philippe Besson mit einer neuen Inszenierung „Wir freuen uns sehr, dass wir Philippe Besson für eine neue Inszenierung gewinnen konnten und sich daraus hoffentlich Weiteres ergibt  – so Gabriele Streichhahn, Intendantin des THEATER IM PALAIS.

Komödie von John Mortimer / Deutsch von Maren Zindel

Regie: Philippe Besson

Es spielen Jens-Uwe Bogadtke/ Carl Martin Spengler

Bühne: Anja Furthmann
Kostüme: Antje Sternberg

Video  auf YouTube von Ildiko Bognar:

 

Vorstellungen

*22.11.2017, 19.30 Uhr

*27.12.2017, 19.30 Uhr

*16.01.2018, 19.30 Uhr
*17.01.2018, 19.30 Uhr

 

"DAS PFLICHTMANDAT"

MORD AUS MANGEL AN HUMOR

Komödie von John Mortimer / Deutsch von Maren Zindel

Regie: Philippe Besson

mit Jens-Uwe Bogadtke/ Carl Martin Spengler

InterStella

InterStella

Mit Motiven von J. W. von Goethe

„Früher haben wir in den Himmel gesehen und uns gefragt, wo ist unser Platz zwischen den Sternen, heute sehen die Erdenbürger nach unten und sorgen sich um ihren Platz im Dreck. Es ist, als hätten sie vergessen, wer wir sind. Forscher, Pioniere, Liebende, nicht nur Verwalter.“    

„Ein Schauspiel für Liebende“ unterschreibt Goethe die erste Version von „Stella“, dessen Happy End in einer Dreierbeziehung mündet. Alle Menschen sind Liebende. So auch Stella, Cäcilie und Fernando. In einem Verwirrspiel zwischen junger und verflossener Liebe, ehelichen Treueschwüren und neuer Sinneslust rücken sie der Liebe auf den gesellschaftlichen Pelz. Während die Postmeisterin ein paar Lovesongs schmettert und Cäcilie den goldenen Zeiten auf der Erde nachtrauert, sucht Stella in der Liebe das letzte Puzzlestück einer universellen Zeit-Raum-Theorie. Die Ankunft des innerlich zerrissenen Raumfahrers Fernando stellt alle vor eine große Herausforderung.

Das Berliner Regieteam zweite reihe verlegt den Schauplatz der larmoyanten Tragikomödie auf einen erdähnlichen Zwergplaneten in eine ferne Galaxie. Im Weltraum begegnen sich die Liebenden als Pioniere einer zukünftigen Gesellschaftsform.   

Für das Junge Ensemble des THEATER IM PALAIS ist „InterStella“ nach „Final Countdown. Ein Fußballstück“ die zweite Zusammenarbeit mit dem Berliner Regieteam zweite reihe

Mit Anna-Maria Schreier, Christina Rank, Fitim Qenaj, Michael Handke und Theo Frielinghaus.

 

Die Pest von Albert Camus

Die Pest von Albert Camus

Gastspiel mit: Christian Fischer
Regie: Ralf Schlösser

In der algerischen Stadt Oran bricht eines Tages eine furchtbare Seuche aus, die längst aus der zivilisierten Welt verbannt schien. Der routinierte Alltag einer ganz gewöhnlichen Stadt kommt zum Stillstand und die Epidemie bestimmt fortan das Leben der Einwohner in der von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt. Doktor Rieux, der Chronist und Zeuge dieses Grauens, schildert sachlich und eindringlich die Ereignisse, die ihn als Arzt und Mitmensch bis ins Äußerste herausfordern.
Alleingelassen und auf sich selbst gestellt, werden die Bewohner mit ihren Sehnsüchten, Überzeugungen und Lebenskonzepten in einen irrwitzigen Überlebenskampf gezwungen.
Als sich einige der Stadtbewohner zusammenschließen, führt die gemeinschaftliche Anstrengung, trotz der Ausweglosigkeit, allmählich zu einem auf Mitgefühl und Nächstenliebe gegründetem Miteinander. Am Ende gelangt Doktor Rieux zu der Erkenntnis, dass Katastrophen sich zwar nie verhindern lassen, aber Wachsamkeit, mitmenschliches Handeln und gefasstes Begleiten helfen, die Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht zu überwinden. Selbst über den (eigenen) Tod hinaus.

Zur Entstehung:
Der Roman entstand 1947 unter dem Eindruck des 2. Weltkrieges. Parabelhaft wird der Schrecken des Krieges mit einem mittelalterlich anmutenden Pestausbruch verbunden und beschreibt anschaulich die Fassungslosigkeit, das Aufbäumen und den Zusammenbruch einer funktionierenden Gesellschaft.

Der Autor:
Der vor über 100 Jahren geborene Verfasser der „Pest“ ist als Sohn einer Spanierin und eines Elsässers in Nordafrika aufgewachsen. Er besuchte die Universität in Algier, reiste anschließend quer durch Europa und arbeitete später als Journalist und freier Schriftsteller in Paris, Lyon und Algier. Schon während der Studienzeit gründete er eine Theatergruppe und schrieb mehrere vielbeachtete Dramen.
Als Widerstandskämpfer vertrat er die Idee des „menschlichen Kommunismus“, war nach dem Krieg einer der Wortführer des „Existentialismus“ und eine wichtige moralische Instanz.
1957 erhielt er den Nobelpreis und starb 1960 bei einem Autounfall. Viele seiner Werke sind inzwischen Klassiker der Literatur, wie z.B. „Der Fremde“, „Der Mensch in der Revolte“ oder „Der Mythos von Sisyphos“.

Eine Produktion von: THEATER achtermaerz, Berlin / www.achtermaerz.de

Der eingebildete Kranke

Der eingebildete Kranke

Der eingebildete Kranke ist Molières letztes Stück und der Zufall wollte es, dass es den Autor selbst während einer Aufführung das Leben kostete. An einem Blutsturz, so ist es überliefert, sei Molière 1673 verschieden - was für ein groteskes Ende, welche Tragik!

Was für eine Komödie aber auch, in der gelogen, betrogen, verstellt und gespielt wird, dass es eine Freude ist. Keiner meint es ehrlich und auf nichts ist mehr Verlass. Im Mittelpunkt: der reiche Argan, dessen Tagwerk darin besteht, seine Tabletten zu zählen und seine Klistiere zu verlangen. Er, der glaubt, die Fäden in der Hand zu halten, wird zum ersten Opfer innerhalb dieses bizarren Spiels, in dem keiner mit offenen Karten agiert. Jeder manipuliert jeden zum Zwecke des eigenen Nutzens aus der Schwäche des anderen.

Schonungslos, aber heiter werden hier menschliche Schwächen aufs Korn genommen mit einer unglaublich verspielten Komik, die sich sowohl aus der französischen Posse als auch aus der Commedia dell’ arte speist und übermütig mit fremden und eigenen Gebrechen jongliert.

Vorstellung

*26.01.2018, 19.30 Uhr

Besetzung und Hinweise

Fassung und Regie: Barbara Abend
Bühnenbild: Wiebke Horn
Kostüme: Ute Rathmann
Musik und am Klavier: Ute Falkenau
Mit: Gundula Köster,
Gabriele Streichhahn,
Jens-Uwe Bogadtke,
PP Komma und
Carl Martin Spengler

Jekyll & Hyde

Wir handeln wider besseren Wissens, um wenigstens auf diese Weise einen Kontrast zur blassen Tristesse unseres Daseins zu schaffen.

Jekyll will das Böse und das Gute im Menschen trennen. Zu diesem Zweck hat er ein Mittel entwickelt. Zum Beweis von dessen Wirkung, testet er es schließlich an sich selbst. Die Droge verwandelt Jekyll in Hyde. Doch Hyde wird unberechenbar. Jekyll verliert die Kontrolle über sein wissenschaftliches Tun.
Regisseur Stefan Kleinert lenkt unseren Blick auf das Spektrum einer Persönlichkeit, deren Identitätskonflikt unserer heutigen Lebenswirklichkeit entsprungen scheint. Stevensons Klassiker der Weltliteratur hat bis in die Gegenwart seinen Reiz und seine Spannung nicht verloren.

So werden wir, fasziniert von der fast fatalen Lust an den Facetten des Lebens, mit den Effekten einer zeitgemäßen Form der Sucht konfrontiert - mit der Sucht nach dem Erleben - mit der Sucht nach einer immer intensiveren Essenz des Seins. Und wir finden uns in einem Szenario wieder, in dem der Wille zum Gespielen des Triebes wird.

Robert Louis Balfour Stevenson wurde am 13. November 1850 in Edinburgh in Schottland geboren und starb bereits im Alter von 44 Jahren an Tuberkulose. Vor allem der Jugendbuchklassiker „Die Schatzinsel“ und die Schauernovelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ sind international bekannt.

Besetzung und Hinweise

Uraufführung von Barbara Abend nach Robert Louis Stevenson

Mit Jens-Uwe Bogadtke,
Dominik Hermanns,
Robert Speidel und
Carl Martin Spengler

Regie: Stefan Kleinert,
Ausstattung: Doreen Back,
Musik und am Klavier: Ute Falkenau

Die Premiere fand anlässlich des Welttheatertages statt. Mehr über den Welttheatertag.