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 © Andreas Kämper |
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Jud Süß ist ein Name, der über Jahrhunderte im Gedächtnis haften geblieben ist. , Genutzt und
benutzt, lieferte er Stoff für Geschichten und Verleumdungen, nur selten fragte man nach den
Vorgängen im Jahr 1738 und nie nach dem Menschen hinter diesem Spottnamen, nach Joseph Süß
Oppenheimer.
Joseph Süß Oppenheimer war Finanzberater des Herzogs von Würtemberg und ein Finanzgenie. Er
war clever, gewandt, schnell und unkonventionell. Geld hieß die neue Macht und vor dem Geld
krochen sie alle, der Fürst, der Papst, die Bürger, die Kirche. Süß hatte ein glückliches Händchen
beim Gebrauch dieser Macht. Er wusste, dass sie ihn heimlich hassten, aus Neid, aus Missgunst und
Not. Er kannte die Mechanismen, wie man den Leuten das Geld aus der Tasche zog und er lebte mit
dem Machtgefühl und genoss es. Er spielte damit und geriet in ein Räderwerk und an den
monströsesten Galgen, der jemals in deutschen Landen gebaut wurde.
Wie kam es dazu? Warum konnte das geschehen? Warum dieser Oppenheimer, wo es doch so viele
Schuldige gab? Welchen Gesetzmäßigkeiten folgt der Gebrauch der Macht und welchen die
Vergeltung – bis auf den heutigen Tag?
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| Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unseres Theatervorhabens, dem der großartige Roman „Jud Süß“
von Lion Feuchtwanger zur Vorlage dient. |
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