Berliner Geschichten
Bahnwärter Thiel

von Gerhart Hauptmann

Es liest Gabriele Streichhahn, begleitet von Ute Falkenau am Klavier.

© Martin Albrecht
1888 katapultierte sich ein junger Autor im Berliner Vorort Erkner mit einer „Novellistischen Studie“ in die Spitzenregionen der deutschen Literatur: Gerhart Hauptmann.

Bahnwärter Thiel betitelte er seinen heute wohl bekanntesten Prosatext nach der Hauptfigur Thiel, der weitab vom Großstadtgeschehen in einem Bahnwärterhaus an der Strecke nach Berlin stupide seinen Dienst tut, bis ihn das Schicksal mit dem Tod seiner Frau und der neuen Lebensgefährtin in seine Zwänge nimmt und ihn einem zerstörerischen Verfall aussetzt.

Hauptmann geht einen Riesenschritt über seine Friedrichshagener Dichterfreunde hinaus: Die bis ins Detail beschriebene vorortliche Berliner Wirklichkeit wird durchsetzt, ja entmächtigt durch überwirkliche, unbewußte Mächte des Traumes, der Vision und der Seele.

Ein Stück Weltliteratur!

© Higinia