Ringelnatz. Anders

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Ringelnatz in Berlin? War er nicht Leipziger oder Wurzner, Münchner, Hamburger oder auf der See zu Hause?
Als Ringelnatz sich tatsächlich für eine Stadt entschloss, war es Berlin. Dort lebte er, weil er „frischere Luft zu atmen hoffte“, bis zu seinem Tode 1934.

Was kennen wir von ihm? Das Reh aus Gips oder die Kachel aus seinem Ofen, die er ohne Bedenken der Geliebten schenken würde? Auf alle Fälle kennen wir nicht die ganze Vielfalt seines künstlerischen Schaffens. Auch als Mensch, als Freund, als Liebender, als Maler, als Marineoffizier und als Kabarettist war Ringelnatz anders. Anders als wir ihn vermuten, anders als seine Mitwelt ihn etikettierte.

In einer Welt, in der wir zuweilen und immer öfter an blind gewordenen Seelen leiden, verleiht Ringelnatz neue Sehkraft. Er hört ein Staubkorn lachen und hört die Klage eines Pflastersteins, getreten zu werden, die ungehört bleibt. Überall ist Wunderland. Überall ist Leben.

Vorstellung

*05.05.2017, 19.30 Uhr

 

Besetzung und Hinweise

Buch und Regie: Barbara Abend
Es lesen Gundula Köster und
Carl Martin Spengler
Am Klavier: Ute Falkenau