Das Theater im Palais

HISTORIE

Das Palais am Festungsgraben wurde 1753 als Donnersches Palais zur privaten und Hotel-Nutzung für Gäste des königlichen Hofes gebaut. Bereits ab 1759 hatte eine Theatertruppe, die des beliebten Schauspielers Franz Schuch, hier ihr Domizil für ihre Aufführungen. 1787 zog die preußische Finanzbehörde unter der Leitung des Freiherrn von und zum Stein in das Haus ein. Bis 1945 blieb das Haus das preußische Finanzministerium.
Als einziges Palais Unter den Linden unzerstört, fanden bereits 1945 wieder erste Konzert- und Theaterveranstaltungen nach dem Krieg statt. Zwischen 1950 und 1990 war es das zentrale Haus der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft.
Seit 1991 ist das Gebäude Gründungs- und Spielort des THEATER IM PALAIS – 232 Jahre nach Wirken der Schuch`schen Truppe!

Eine kleine Gruppe von Theaterleuten folgt den Gedanken des Aufbruchs nach Mauerfall und Wiedervereinigung Deutschlands und zieht in die leerstehenden Theaterräume im Palais am Festungsgraben, vorerst ohne Mittel und Mietvertrag.
In allerbester Lage am Prachtboulevard Unter den Linden, gegenüber der Staatsoper, neben der Humboldt-Universität und dem Deutschen Historischen Museum.
Das neue Theater nennt sich nach seinem Ort THEATER IM PALAIS und spielt mit wachsendem Erfolg ab sofort und bis heute.

Ein literarisches Kammertheater in der Tradition der Berliner Salons entstand, ein Ort der Begegnung für Besucher aus Ost und West, nicht unwichtig so kurz nach der deutschen Wiedervereinigung, und nur in dieser Zeit so möglich.
Mit einem ausgeprägten Willen zu einem eigenen Theaterstil und ausgeprägter künstlerischer Qualität erwarben kleine Truppe die Anerkennung des Publikums und der Kritik, und letztlich auch finanzielle Unterstützung durch das Land Berlin.
Bereits ein Jahr nach Eröffnung gründete sich in Berlin ein Förderverein, der mit Rat, Tat und finanzieller Unterstützung bis heute dem Theater zur Seite steht.
Die Tradition, alljährlich in Europas Hauptstadt Brüssel zu gastieren, geht auf die Initiative eines privaten Freundeskreises zurück. Das THEATER IM PALAIS ist wohl das einzige Theater mit einem in- und ausländischen Förderkreis!

So urteilt die Presse:
„Die Atmosphäre in diesem gepflegt-charmanten Kammertheater mit seinen 99 Plätzen ist von einer geradezu altmodischen Höflichkeit, liebenswürdigen Kultiviertheit und enormen Könnerschaft geprägt. Im Stil der historischen Berliner Salons wird Unterhaltung mit Niveau angeboten: von der maßstabsgetreuen verkleinerten Weltliteratur bis zur präzise vergrößerten Kleinkunst“.

DAS THEATER VON 1991 BIS HEUTE

Im Rahmen einer Ausstellung im Europäischen Parlament in Brüssel haben wir 2018 unsere Geschichte und Entstehung unter dem Titel „MITTENDRIN – Mut, Talent und Chance“ dokumentiert.

30 JAHRE THEATER IM PALAIS

„Geburtstag ist zu feiern, die Gäste bleiben aus“ singt Gabriele Streichhahn mit ein wenig Bedauern in der Stimme im Video, das eigens zum runden Jubiläum des Hauses produziert wurde. Der 30. Geburtstag des THEATER IM PALAIS am 22. März 2021 verlief in der Tat anders als ursprünglich geplant: Persönliche Glückwünsche mussten einer digitalen Geburtstagsrunde weichen; anstatt Blümchen und Kuchen vorbeizubringen, wählten sich Stammgäste, Freunde und Förderer des Hauses in eine Videokonferenz ein oder verfolgten das Gespräch als stille Zuschauer per Livestream.

Das Corona-Geschehen von 2021 verlangte Verzicht und Disziplin, aber auch Kreativität, die sich in besonderer Weise in einem knapp halbstündigen Film zeigt: In „Mut, Talent und Chance – 30 Jahre THEATER IM PALAIS“ wird der Blick nicht auf die Vergangenheit, sondern auf die Gegenwart gelenkt!

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INTENDANZWECHSEL AB DER SPIELZEIT 22/23

Am 1. Juli 2022 übernahm Alina Gause die Leitung des THEATER IM PALAIS BERLIN.
Die Berlinerin ist dem Haus am Festungsgraben seit vielen Jahren verbunden und wird das fortführen und ausbauen, was Gabriele Streichhahn, die langjährige Intendantin des Theaters, aufgebaut und gepflegt hat: gute Literatur über/ aus Berlin in Verbindung mit Musik!
Zudem setzt Alina Gause von Beginn ihrer Amtszeit an neue Akzente für die hauptstädtische Kulturlandschaft und erweitert den Spielplan durch spannende Programme mit Schwerpunkt Musik(theater) aus Eigen- und Gastproduktionen. Auch Nachwuchskünstler sollen in Zukunft mehr gefördert und Uraufführungen häufiger in den Spielplan integriert werden.

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