Unsere Ausstellung „DIE KRAFT DER FRAUEN“
Passend zu unserem Jahresmotto zeigen wir ab dem 10. Juni bis Ende 2026 in Kooperation mit dem Paul-Klinger-Sozialwerk unsere Ausstellung „Die Kraft der Frauen“ im Eingangsbereich unseres Theaters. Sie wurde von unserer Intendantin Alina Gause kuratiert und von Anna Piro, verantwortlich für Kommunikationsdesign, gestaltet.
Die Ausstellung kann zu den Büroöffnungszeiten (Montag-Freitag 10-17 Uhr, ausgenommen Feiertage und Theaterferien vom 01. bis zum 31. Juli) und im Rahmen Ihres Besuches unserer Vorstellungen besichtigt werden.

HEIKE BALTRUWEIT
Variations in Grey
2017 | Fotografie, unbearbeitet, One shot (ohne Photoshop/KI)
Heike Baltruweit ist Medienkünstlerin und künstlerische Fotografin. Seit 2014 entwickelt sie Arbeiten, die auf den ersten Blick abstrakt, malerisch oder grafisch wirken und dabei unveränderte Ausschnitte konkreter Wirklichkeit zeigen. Ihre Fotografien entstehen als One Shot – ohne Photoshop, KI, Beschnitt oder nachträgliche Bearbeitung. Aus Licht, Schatten, Spiegelungen und Strukturen werden stille Bildräume, die einen Zwischenraum zwischen Sehen und Erkennen öffnen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die medienkünstlerische Erweiterung ihrer Fotografie, u.a. mit Augmented Reality, ohne das ursprüngliche Bild zu verändern.
Seit März 2019 arbeitet Heike Baltruweit ausschließlich als Künstlerin und betreibt eigene Ausstellungsräume in der Galerie Pure Photography in Hamburg. Ihre Arbeiten wurden im In- und Ausland gezeigt, u.a. in Großbritannien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und während der Art Basel Art Week in Miami. Zu ihren Auszeichnungen zählen der Woman Art Award, Thomson Art Prize und International Prize David Michelangelo.
„Kraft zeigt sich hier als stille Sammlung: eine weibliche Präsenz, klar, offen und würdevoll in allen Nuancen.“

OLEG BOGOMOLOV
Sie
2024 | Mischtechnik auf Leinwand
Mag. Oleg Bogomolov ist ein Diplom-/ Kunst-/ Monumentalmaler. Seine künstlerischen Schwerpunkte sind der kritische Realismus, psychologische Portraits und die Übertragung von mythologischen und biblischen Themen in das heutige Zeitalter. Seine Werke verbinden klassische Techniken, wie die Arbeit mit Licht und Schatten, mit einem modernen Ausdruck.
Oleg Bogomolov absolvierte von 1979 bis 1985 ein Studium der Kunstpädagogik an der Kunstschule in Swerdlowsk. Anschließend studierte er von 1986 bis 1992 an der Repin-Akademie der Künste in St. Petersburg mit Schwerpunkt Monumentalmalerei. Seit 2003 arbeitet Oleg Bogomolov als freischaffender Künstler im Chiemgau. Seine Werke befinden sich in zahlreichen Sammlungen weltweit. Er ist seit 1993 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Sankt Petersburg und war von 2004 bis 2022 im Berufsverband Bildender Künstler München.
Zu seinen wichtigsten Ausstellungen zählen Präsentationen in der Portrait Gallery London, in der Alberti Gallery in London, New York und Cork, bei den Weltausstellungen in Gent (Belgien), in der Gallery Village in Wien sowie im Haus der Kunst und im Künstlerhaus in München.
„Sie: Diejenige, die tief in die Seele blickt.“

POLA BRÄNDLE
Shady Eyes
2025 | Collage/Décollage
Pola Brändle, geboren 1980 in Aachen, ist eine deutsche Collage/Decollage-Künstlerin mit Atelier in Berlin-Kreuzberg. Nach ihrem Studium an der Akademie Beeldende Kunsten Maastricht (1999-2003) wurden ihre Werke international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Auf den Spuren der Affichisten führt Brändle aus kunsthistorischer Sicht fort, was ihre männlichen Kollegen vor mehr als 70 Jahren begonnen haben. Von kleinen Fragmenten zu überwältigenden Großformaten bewegen sich dabei ihre Collagen/Decollagen zwischen Pop Art und Abstraktion – zwei Pole, die Extreme darstellen, in ihren Werken jedoch eine perfekte Symbiose eingehen.
Seit über 20 Jahren sammelt Brändle auf ihren Reisen weltweit Poster von kulturellen Veranstaltungen. Wind, Wetter, Zeit und menschlicher Vandalismus verändern die Plakate und verleihen ihnen eine einzigartige Ästhetik. Diese gealterten Materialien verarbeitet sie Schicht für Schicht zu neuen Bildwelten. So entstehen Werke, die Vergänglichkeit bewahren und Alltägliches in etwas Neues und Dauerhaftes verwandeln.
„Die Kraft der Frauen liegt darin, viele Rollen zu vereinen und dabei sich selbst nicht zu verlieren.“

CARIBAM
La que sostiene (Die, die trägt)
2026 | Acryl auf Leinwand
Caribam (Catherine Aponte de Kelz) ist eine venezolanische Künstlerin mit Wohnsitz in München. Ihre Malerei entsteht aus der persönlichen Auseinandersetzung mit inneren Welten, emotionalen Erinnerungen und den Symbolen, die menschliche Erfahrungen prägen. Mit einer intuitiven und gestischen Malweise verbindet sie weibliche Figuren, alltägliche Objekte und erzählerische sowie natürliche Elemente zu einer eigenen Bildsprache, die sich durch Sensibilität und eine vielschichtige Symbolik auszeichnet. Ihre Arbeiten thematisieren Identität, Transformation, Verletzlichkeit und innere Stärke und bewegen sich zwischen Intimität und universellen Bezügen. Caribam arbeitet überwiegend mit Acryl auf Leinwand und entwickelt eine künstlerische Praxis, die Intuition, Beobachtung und eine visuelle Poetik miteinander verbindet.
„Die weibliche Kraft liegt in ihrer Resilienz – in dieser stillen Fähigkeit, sich der Widrigkeit zu stellen und selbst aus der Wunde eine vollere Welt entstehen zu lassen.“

ANGELINA DASHKEVIC
Divine II
2026 | Mixed media auf Papier
In Minsk geboren zog Angelina Dashkevic 2007 mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie ist Kostümbildnerin und bildende Künstlerin an der Schnittstelle von Mode, Theater und zeitgenössischer Kunst. 2024 schloss sie ihr Bachelorstudium im Fach Modedesign an der Hochschule Trier ab.
Ihr Praxissemester absolvierte sie am Theater im Palais Berlin, wo sie bis heute als Kostümbildnerin und Illustratorin an verschiedenen Produktionen mitwirkt.
In ihrer künstlerischen Arbeit verbindet sie Elemente des Expressionismus mit experimentellen und interdisziplinären Ansätzen. Farbe, Materialität und Emotionalität spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihre Werke beschäftigen sich mit Themen wie Sehnsucht, Identität, Erinnerung und den vielschichtigen Erfahrungen weiblicher Existenz. Neben Malerei und Zeichnung umfasst ihre Kunst auch textile Arbeiten sowie performative Designansätze. Durch die Verbindung unterschiedlicher Medien entstehen poetische Bildwelten zwischen Intimität, Transformation und Inszenierung.
„Die Kraft der Frauen zeigt sich nicht nur im Widerstand, sondern auch in ihrer Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden – leise, radikal und unaufhaltsam.“

MARION KAUSCHE
A Lady
2025 | Pigmente, Acryl auf Papier
Marion Kausche wurde 1964 in Düsseldorf geboren und wuchs im Landkreis München auf. Nach dem Abitur studierte sie Innenarchitektur an der Fachhochschule Rosenheim. Es folgten 1991 ihr Diplom-Abschluss und der Umzug nach Berlin, 2000 nach München. Bis 2004 war sie als Innenarchitektin tätig und bildete sich künstlerisch u.a. bei Oskar Koller, Prof. Jerry Zeniuk und Prof. Jo Bukowski weiter, absolvierte zudem autodidaktische Studien und Reisen. Seit 2005 arbeitet Marion Kausche selbstständig als Künstlerin mit eigenem Atelier.
Ausstellungen im In- und Ausland, u.a.: Kunstvereine Gräfelfing, Murnau, Starnberg, Ebersberg, Wasserburg am Inn, Städtische Galerie Bad Reichenhall, Pädagogisches Institut der Stadt München, Galerie am Markt Neubeuern, Kunstmesse Ingolstadt, Max-Planck-Institut für Biochemie München, ART Muc München, INC Art Hamburg, Geranienhaus im Nymphenburger Schlosspark München, Galerie im Gattenhaus Sulzfeld am Main. Ankäufe: Landeshauptstadt München, Bayerische Landesbank München, Architekturbüro 18null30 Hamburg, u.v.a.
Marion Kausche ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler:innen München und Oberbayern
„A Lady: Diese Frau braucht keine großen Inszenierungen, sie ruht in sich, ihr offener, warmer, leicht melancholischer Blick trifft direkt. Stille Präsenz und innere Haltung sind ihre Kraft.“

JUTTA LEITNER
Human Nature Zero 2
2019 | Pigmente, Fotoprint montiert auf Leinwand, schwarz-weiß Foto handcoloriert mit Naturselbstdruck
Jutta Leitner, geboren in Landshut, lebt und arbeitet in Passau.
Nach der Fachoberschule für Gestaltung und Kunst in München absolvierte sie eine Ausbildung zur Keramikerin und Keramikrestauratorin. Seit 1998 arbeitet sie als freischaffende bildende Künstlerin im Bereich zeitgenössischer Kunst. Die Umsetzung ihrer künstlerischen Darstellung fokussiert sich auf die Fotocollage und die experimentelle FINE-Art Fotografie. Als Multi-Media-Künstlerin engagiert sich Jutta Leitner sekundär im Kulturmanagement und der Projektleitung vielfältiger Ausstellungen und Kultur-Events. Sie blickt bereits auf zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen, u.a. in der Schweiz, Tschechien, Ungarn, Österreich, Spanien und den USA zurück.
„HUMAN NATURE symbolisiert die tiefe Verbundenheit von Frauen mit der Kraft der Natur, die sich mental auf das Wesen der Frau überträgt und ihr eine instinktiv orientierte Kraft verleiht.“

SYLVIA MUTH
Me
2011 | Kaltnadel-Radierung/Aquatinta/Vernis mou/Zwei Platten
Sylvia Muth, geboren 1976 in Tegernsee, ist für ihre ausdrucksstarken Arbeiten in den Bereichen Skulptur, Grafik, Malerei und Fotografie bekannt. In ihrer Arbeit schlägt die interdisziplinäre Künstlerin eine Brücke zwischen traditionellem Handwerk und zeitgenössischen künstlerischen Ideen. Ein zentrales Motiv ihrer Kunst ist der Mensch.
Bei ihren Skulpturen legt sie großen Wert darauf, die ursprüngliche Beschaffenheit des Materials (so etwa bei Holz, Marmor oder Bronze) zu bewahren und die natürliche Resonanz der Stoffe in ihre eigenen Ideen zu integrieren. Neben Skulpturen arbeitet Sylvia Muth intensiv mit Drucktechniken wie der Kaltnadelradierung, Aquatinta und dem Japan-Holzschnitt. Zudem umfasst ihr Portfolio Arbeiten auf Leinwand sowie Installationen.
Sylvia Muth zeigte ihre Arbeiten bereits auf zahlreichen Ausstellungen u.a. in München, Bad Reichenhall, Hohenbrunn, Pietrasanta (Toskana), Innsbruck und Murnau am Staffelsee.
„Starke Frauen stärken alles. Frauen, die ihre Kraft verkörpern, nähren sich selbst und lassen ihr Umfeld leuchten.“

ANNETTE SCHREYER
Madonna lactans (aus der Serie „Feed my soul“)
2016 | Pigmentdruck auf Hahnemühle Photo Rag; Edition 1/5
Annette Schreyer ist Fotografin, Dramaturgin und Schmuckdesignerin. Geboren in Ulm, wuchs sie in München auf und studierte Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Nach ihrem Studienabschluss erhielt sie ein Stipendium der Europäischen Union für einen Arbeitsaufenthalt in Italien, wo sie sich verstärkt der Fotografie widmete. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Fotografie, Theater, Gestaltung und narrativer Bildsprache. Im Zentrum stehen Fragen von Identität, Weiblichkeit, Körper und Erinnerung. Ihre Werke wurden international veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet. 2012 erschien ihr Fotoband Same but Not – Twins in their Adolescence (Ed. Postcart), 2024 folgte Mi serviva la luce im selben Verlag. Sie ist Mitglied der Agentur Laif. Neben freien Projekten war sie als Gastdramaturgin u.a. am Theater Konstanz und am Vorarlberger Landestheater engagiert. Sie lebt und arbeitet in Deutschland und Italien.
„Die Bildtradition der „stillenden Madonna“ vereint Elemente von sakraler Ikone und alltäglicher Körperlichkeit. Nahrung erscheint als identitätsstiftende Kraft und stellt Fragen nach der Ambivalenz von Fürsorge, Nähe und Bindung.“

AGNES VON ROGISTER
Sitzende
2023 | Tusche mit Feder
Agnes von Rogister, in Hamburg geboren, studierte Kommunikationsdesign. Sie bildete sich künstlerisch u.a. bei Helge Leiberg, Christian Weihrauch, Kang Byung-In (kalligrafischer Ausdruck und Shodō), Stefan Bachmann sowie Sara Rogenhofer, Jess Walter und Sati Zech weiter.
Agnes von Rogister ist freie Designerin und Zeichnerin und lebt in München und Südfrankreich. Ihre Arbeiten entstehen überwiegend in Tusche, bevorzugt in Schwarz-Weiß. Sie eröffnen einen Dialog zwischen Betrachter und den scheinbar flüchtig gesetzten Linien, denen jedoch ein intensiver Arbeitsprozess vorausgeht. Inspiriert von Martin Bubers Gedanken „Der Mensch wird am Du zum Ich“, schaffen sie einen Raum, in dem Wahrnehmung und Beziehung in Gleichgewicht kommen können.
Diverse Einzel- und Gruppenausstellungen; Mitglied im Kunstkreis Gräfelfing, Kunstverein Gauting, der tgm und dem Paul-Klinger-Künstlersozialwerk.
„Die Kraft der Frau bedeutet für mich Vertrauen und Mut.“

CHRISTIAN ZEITLER
Hagia Anastasija
2024 | Mixed media
Geboren in Landshut, absolvierte Christian Zeitler eine Steinbildhauerprüfung für Hartgestein in München, Ingolstadt und Wunsiedel. Seit 1986 arbeitet er als freischaffender Bildhauer. Seine Werke wurden bereits mehrfach ausgezeichnet; er ist derzeit Vorstandsmitglied des Paul-Klinger-Künstlersozialwerks.
Die Heilige Anastasija (russ. Schreibweise) war früher eine populäre Heilige der katholischen Kirche und ist heute noch eine zentrale Figur in der griechischen, ukrainischen und russischen Orthodoxie. Der Legende nach salbte und mumifizierte sie die frühesten Märtyrer der Kirche und wurde selbst zur Märtyrerin.
Diese Zeichnung bezieht sich auf die albanische Schauspielerin Anela Luzi, mit der Christian Zeitler die gleichlautende Performance in und in der Nähe von Passau gedreht hat (Kamera: Gyan Ros Zimmermann, Schauspieler aus Ecuador). Dabei agierte sie mit dem größten natürlichen Myrrhe-Stück weltweit (aus dem Sudan) und tauchte unglaublich tief in ihre Ahnengeschichte ein. Dazu gibt es auch noch bewegende Aufnahmen der Passauer Journalistin Simone Kuhnt.

DAUERAUSSTELLUNG: SAM GRIGORIAN
Hommage an Aram Khachaturian
2018
In Jerewan (Armenien) geboren lebt und arbeitet Sam Grigorian seit 1992 in Berlin. Er realisierte bereits zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen wie etwa in der Galerie Tammen in Berlin, der Galerie Mollwo in Riehen/Basel und bei den Tufenkian Fine Arts in den USA. Er beteiligte sich zudem an: Holland Paper Biennial (Museum Rijswijk und Museum of Apeldoorn), Kunstmessen Art Cologne (Gallery Nothelfer Berlin), Kunst Rai Amsterdam (Gallery De Rijk Den Haag), Sthlm Art Fair Stockholm, Art Frankfurt (Gallery sphn, Berlin), Melbourne Art Fair, Art Stage Singapore, Art Sydney (Anna Pappas Gallery, Australien), LA ART SHOW, Palm Spring Fine Art Fair, VOLTA New York (Tufenkian Fine Arts), Paper Positions Berlin (Galerie Tammen Berlin), art KARLSRUHE (Galerie Mollwo, Schweiz) und Stiftung Reinbeckhallen Berlin.
